Nadja Prieling - Radsportlerin aus Leidenschaft
Nadja Prieling - Radsportlerin aus Leidenschaft

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Das war die Rennsasion 2018

17 Rennen - 14 Siege - zwei 3. Plätze - ein 4. Platz

Foto: www.sportograf.com

Seit dem letzten Rennen Anfang September sind nun schon ein paar Tage vergangen. Das Rennrad steht bereits im Keller und ich konnte, bei traumhaften Bergtouren in der Region  rund um den Großglockner, meine Erlebnisse der diesjährigen Rennsaison Revue passieren lassen.

Seit dem Jahr 2017 werde ich optimal von Rene Koller und Caroline Unterrainer von Sportscare in Sachen Trainingssteuerung unterstützt. Es zeigte sich bereits in den Wintermonaten 2018 eine gute Entwicklung der Leistungskurve. Die Kombination von strukturiertem Training und Körpergefühl scheint für mich der perfekte Trainingsansatz zu sein. Zusätzlich kam mir der schneereiche Winter entgegen. Langlauf- und Skitoureneinheiten standen im Winter im Vordergrund. Die Einheiten auf der Rolle beschränkten sich auf 2-3 Stunden die Woche.

Nach einigen Straßenkilometern im Frühling freute ich mich dann schon auf die ersten Rennen. Das ich die Saison gleich mit drei Siegen eröffnen konnte, ließ die Motivation weiter steigen. Beim ersten Saisonhöhepunkt, dem Super Giro Dolomiti in Lienz, durfte ich mich über dem lang ersehnten Sieg auf der Originalstrecke freuen. Nach weiteren Siegen beim Dreiländergiro und der Horn Attack war der Fokus ab Juli voll auf den Ötztaler Radmarathon gerichtet. 

Foto: www.sportograf.com

Mein Trainingszustand war sehr zufriedenstellend, als ich nach Livigno reiste. Drei Wochen Höhentrainingslager im Hotel Lac Salin Spa & Mountain Resort standen am Programm. Perfektes Wetter und die sensationelle Betreuung vom Hotelpersonal ließen die Form steigen. Ich war also bereit für den Ötztaler Radmarathon. Nach einem spannenden Kampf konnte ich meine Altersklasse gewinnen und den 3. Gesamtrang erzielen. Ist schon was ganz besonderes beim Ötztaler Radmarathon am Podest zu stehen. Eine Woche später durfte ich mich beim Saisonfinale in Kufstein über meinen 14. Saisonsieg freuen.

Überglücklich blicke ich auf diese erfolgreiche Rennsaison zurück und bin meinem Freund Martin, meiner Familie, meinen Sponsoren, meinen Betreuern und Freunden für die Unterstützung unendlich dankbar. Weiters möchte ich mich auch bei meinen Klienten und Klientinnen für das Verständnis bedanken. Es freut mich sehr, dass ihr mit mir mitfiebert.

 

Ich freue mich jetzt schon auf ein spannendes Jahr 2019. - Die Saisonhöhepunkte stehen bereits fest!

Nach 10 Wochen Trainingspause geht’s am 12. November 2018 wieder los! 

Sieg beim Saisonfinale in Kufstein

Foto: sportograf.com

Nach einem unglaublich ereignisreichen Wochenende in Ötztal habe ich mich im Laufe der Woche wieder sehr schnell und gut erholt. Die Motivation ist auch am Ende der Saison noch riesig. Somit gab es für mich keinen Grund beim KufsteinerLand Radmarathon nicht an den Start zu gehen.

Bei traumhaften Bedingungen wurden mehr als 550 Starter/innen auf die 125 Kilometer lange Strecke geschickt. In Summe waren 1800 Höhenmeter, verteilt auf mehrere kurze, knackige Anstiege, zu bewältigen. Am ersten Anstieg konnte ich mit der Spitzengruppe der Männer mithalten und als führende Dame in die steile Steigung nach Hinterthiersee gehen. In der anschließenden Abfahrt bildete sich eine kleine Gruppe die ordentlich aufs Gas drückte. Jeder Hügel wurde voll durchgedrückt. Ich voll am Limit im Windschatten in der Hoffnung die Gruppe zumindest bis Unterlangkampfen halten zu können. Richtung Maria Stein musste ich die starken Männer aber ziehen lassen.

Foto: sportograf.com

Schließlich wollte ich nicht wie im letzten Jahr einen Einbruch riskieren. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis von hinten die nächsten Fahrer aufschließen konnten. Ich habe mich vom hohen Anfangstempo inzwischen wieder erholt und konnte zügig in den Anstieg nach Brandenberg gehen. Landschaftlich ein absolutes Highlight der Strecke! Die verbleibenden Kilometer verliefen voll nach Plan. In Schwoich angekommen machte ich noch einmal einen Blick zurück, um zu kontrollieren, ob mir vielleicht doch noch eine Dame auf den Fersen ist. Alles im grünen Bereich, meinem Sieg dürfte nichts mehr im Wege stehen. Trotzdem noch vollste Konzentration, um nicht auf den letzten, winkeligen Metern noch einen Sturz zu riskieren. Nach 03:47:41 Stunden fuhr ich als Gesamtsiegerin in der Festungsstadt Kufstein ein. Auch das letzte Rennen als Siegerin zu beenden erfüllte mich mit unendlicher Dankbarkeit und Freude. Vielen Dank an meine Schwester Vicky für die super Betreuung!

Ötztaler Radmarathon 2018 - 1. Platz AK/3. Platz overall

Am 02. September 2018 stand ich heuer bereits zum 9. Mal beim Ötztaler Radmarathon in Sölden am Start. Immer wieder ein unglaubliches Gefühl mit über 4000 Starter/innen auf die 238 Kilometer lange mit 5500 Höhenmeter gespickte Strecke zu gehen. Laut Wetterbericht sollte es zwar kalt aber den ganzen Tag über weitgehend trocken bleiben. Schon bei der Auffahrt auf das Kühtai fing es ordentlich zu regnen an. Den übrigen Tag wechselten immer wieder trockene Phasen mit Regenschauern ab. Für mich stellten die doch sehr widrigen Wetterbedingungen nicht wirklich ein Problem dar. Meine Kleidung hatte ich perfekt auf die Verhältnisse abgestimmt und bei den Abfahrten fühle ich mich mit meinen XeNTiS-Laufräder auch bei Nässe sehr sicher. Also, kein Grund zur Beunruhigung!

Nach einer sehr stressfreien Fahrt von Sölden nach Ötz ging es in den ersten Berg, dem Kühtai. Zügig aber sehr kontrolliert fuhr ich in den Anstieg. Es dauerte nicht lange bis die „heißesten Eisen“ vom Damenfeld vereint waren. Die Top-Favoritin Laila Orenos aus der Schweiz, Anna Kiesenhofer ein sehr starke Fahrerin aus Niederösterreich und Ils Van der Moeren aus Belgien zählten für mich zum engsten Kreis der Sieganwärterinnen.

Genau diese drei Damen versammelten sich um mich und wir fuhren mehr oder weniger zeitgleich über die Passhöhe. Trotz Regen freute ich mich auf die schnelle Abfahrt vom Kühtai. Ich profitierte zusätzlich von meiner Streckenkenntnis, denn der dichte Nebel machte die Sache noch schwieriger. Gut in Innsbruck angekommen, konnte ich den Brenner in einer großen Gruppe mit moderatem Tempo absolvieren. Die perfekte Gelegenheit in Ruhe zu essen und zu trinken. Bei diesen Temperaturen vergisst man schon mal auf die Flüssigkeitszufuhr. Vom Brenner runter nach Sterzing machten Franco und Christoph richtig gut Tempo. Laila und ich konnten uns von den anderen zwei Fahrerinnen absetzen und zusammen in den Jaufenpass gehen. Gleich zu Beginn des Passes musste Laila anhalten und mir die Führung überlassen. Mit gleichmäßigem Tempo kämpfte ich mich Meter für Meter Richtung Passhöhe. Mein Gefühl ist nach wie vor sehr gut. Schon ein unglaubliches Gefühl beim Ötztaler Radmarathon ganz vorne mitzumischen. 

Foto: Ötztaler Radmarathon

Ungefähr drei Kilometer unter der Passhöhe schloss Laila wieder auf mich auf, somit stand einer gemeinsamen Abfahrt nichts mehr im Wege. Wieder kam mir meine Streckenkenntnis entgegen und ich legte eine richtig gute Abfahrt hin. So, jetzt wartet noch das Timmelsjoch auf mich. Knapp 30 Kilometer und 1900 Höhenmeter. Trotz der sehr intensiven ersten fünf Stunden machten sich dieses Jahr zu Beginn des Anstieges keine Krämpfe bemerkbar. Cool, Ernährungstechnisch alles richtig gemacht! Laila schlug gleich wieder ein sehr hohes Tempo an, das ich noch vor Moos nicht mehr mitgehen konnte. Einfach einzigartig wie gleichmäßig sie die Sache immer durchzieht. Trotzdem war es aber nicht so, dass bei mir gar nichts mehr ging. Mit der Aussicht auf den Klassensieg und einen Podestplatz in Gesamtwertung habe ich es geschafft den Fokus zu halten und das Timmelsjoch, Abschnitt für Abschnitt, konzentriert abzuarbeiten. Anna Kiesenhofer konnte noch vor dem Flachstück auf mich aufschließen und setzte sich auch gleich ab. Es geht schon richtig schwer aber die Passhöhe ist schon zum  Greifen nahe. Wenige Meter vor dem Timmelsjoch schloss Ils Van der Moeren auf und versuchte mir den AK-Sieg streitig zu machen.

Ich ließ mich durch das Aufschließen meiner Konkurrentin aber nicht aus der Ruhe bringen und vertraute voll in meine Fähigkeiten in den Abfahrten. Bis zur letzten Rampe vor der Maut konnte ich schon ein paar Sekunden herausfahren. Im Anstieg zu Maut machten sich auch noch Krämpfe bemerkbar und ich musste ein paar Serpentinen einbauen. Ils holte mich wieder genau auf der Kuppe ein. Ich wusste, dass ich nicht alles riskieren muss, um in der Abfahrt nach Sölden schneller zu sein als die Belgierin. Zu meinem Vorteil kam auch noch Michael Spögler vom Team Corratec von hinten. Eine bessere Lokomotive nach Sölden hätte ich wohl nicht haben können. Danke Michi!

Endlich, die Ortstafel von Sölden. Hunderte Zuschauer stehen am Straßenrand und sorgen für eine geniale Stimmung. Gänsehaut pur und feuchte Augen auch beim 9. Mal!

Nach 08:21:21 Std. fuhr ich, ziemlich gezeichnet von den Strapazen aber überglücklich, als 3. Dame der Gesamtwertung und als Siegerin meiner Altersklasse über die Ziellinie. Die Freude über einen sehr erlebnisreichen Tag und das Top-Ergebnis war riesig.

Um bei Ötztaler Radmarathon ein Top-Ergebnis zu erzielen, geht meine Vorbereitung über mehrere Monate. Das die sportliche Leistung auf den Punkt abrufbar sein muss ist die eine Sache.

Dieser Erfolg wäre ohne ein perfekt funktionierendes Betreuerteam nicht möglich. Vielen Dank an Rene und Caro von Sportscare für die wertvollen Tipps in  Sachen Trainingssteuerung, an die Burschen von BikeZeit by Stephan Mattersberger, die genauestens auf meine Wünsche und Anliegen in Sachen Material eingehen und an meine langjährigen Sponsoren.

Allergrößten Respekt den Betreuen am Renntag, die auch bei diesen Wetterbedingungen verlässlich stundenlang ausharren. Mama, Vicky, Chrie, Ralph, Jakob, Hansi und Martin am Kühtai und im Ziel, Martina, Kathrin und Markus am Brenner, Ingrid und Georg am Jaufenpass, Susi und Olli am Timmelsjoch und am Start und Kuno vom Team Corratec für den Transport der Verpflegung von Sölden auf den Jaufenpass. Ihr seid Spitze!

Ein großes Dankeschön auch an alle Zuschauer auf der Strecke und in Sölden. Die Stimmung war wieder einzigartig!

Sieg beim Radweltpokal und beim Bergsprint

Foto: radweltpokal.org

Die 50. Auflage des Radweltpokals sollte als weiterer Formtest vor dem Ötztaler Radmarathon dienen.

Der 76 Kilometer lange Kurs fällt unter die Kategorie „kurz und knackig“. Eigentlich könnte ich den Bericht vom letzten Jahr kopieren. Das Rennen entwickelte sich wie erhofft ähnlich wie 2017. Die erste Runde absolvierte ich gemeinsam mit einer Holländerin. Bei der Führungsarbeit wechselten wir uns ab, wobei ich in den kurzen Anstiegen versuchte das Tempo hoch zu halten. Ich bemerkte, dass meine Konkurrentin in den Steigungen recht schnell ans Limit kommt. Somit war mein Entschluss trotz der recht windigen Verhältnisse klar. Bei der zweiten Auffahrt auf die Huberhöhe werde ich voll durchziehen. Der Gedanke an die bekannten Gesichter und die zahlreichen Anfeuerungsrufe auf der Anhöhe motivierte mich und ich konnte mit einem guten Vorsprung die Huberhöhe passieren. „So, jetzt ordentlich draufbleiben und keinen Tritt auslassen!“ Auch die Steigung nach Schwendt nahm ich noch mit vollem Zug, schließlich ist der finale Streckenverlauf nur noch flach. Auf den langen Geraden machte ich immer wieder einen Blick zurück. „Yes, die Luft ist rein!“ Somit konnte ich die letzten Kilometer fast ein wenig genießen.

Nach 02:04:50 Stunden erreichte ich als schnellste Dame das Ziel.

Einen Tag später stand der 2,5 Kilometer lange Bergsprint am Programm. 300 Höhenmeter auf diese kurze Distanz versprechen eine hochintensive Angelegenheit. Gleich zu Beginn konnte ich mich mit einer Australierin absetzen. Gemeinsam kämpften wir uns den ersten extrem steilen Kilometer hoch. Leider konnte ich die Tempoverschärfung nicht mitgehen und versuchte meinen Rhythmus zu halten. Die Damen von hinten machten auch noch ordentlich Druck und sorgten dafür, dass ich nicht nachlasse. Grausam, diese kurzen Rennen!

Mit dem Wissen, dass die Australierin in einer anderen Altersklasse fährt, kämpfte ich um jeden Meter, um den Klassensieg zu holen. Nach harten 11:38 Minuten durfte ich mich über den Sieg in meiner Altersklasse freuen.

Vielen Dank an alle Zuschauer fürs Anfeuern. Ist immer was ganz besonderes zu Hause Rennen zu fahren.

Sieg beim MTB-Rennen am Hahnenkamm

Nach einer vierwöchigen Rennpause ging es am 15. August 2018 wieder los. Das Mountainbikerennen auf den Hahnenkamm sollte der erste Formtest nach meinem Höhentrainingslager in Livigno sein. Meine Erwartungen waren aufgrund der sehr umfangreichen letzten drei Trainingswochen nicht allzu groß. Ich fühlte mich allerdings top- fit und freute mich auf das Heimrennen.

Nach einer neutralisierten Runde durch Kitzbühel ging es dann auch schon voll zur Sache. 9 Kilometer und 900 Höhenmeter waren zu bewältigen. Wie erwartet schlug Manuela Hartl gleich ein rasantes Tempo an und zischte an mir vorbei. Es dauerte aber keine 500 Meter und ich konnte wieder auf sie aufschließen. Ich fühlte mich hervorragend und fuhr an ihr vorbei. Nach wenigen Sekunden sah ich Manuela aber schon wieder im Augenwinkel wie sie zum Überholen ansetzt und an mir vorbei fährt. Das sollte aber das letzte Mal sein, dass ich sie von hinten sehe. Ohne das Tempo zu erhöhen, konnte ich nach wenigen Augenblicken die Führung wieder zurückholen und mich auch gleich ein wenig absetzen. Rhythmus beibehalten und konzentriert bleiben, ging mir durch den Kopf. Nach etwa fünf Kilometern, in den ersten Kehren, stellte ich fest, dass ich schon einen Vorsprung von ca. einer Minute herausfahren konnte. Meine Motivation wuchs um ein vielfaches an und ich realisierte, dass der Sieg bei diesem Klassiker zum Greifen nah ist. Nur nicht übermütig werden und Kraft sparen für die letzten richtig steilen Kilometer. In den Kehren vor der Melkalm bemerkte ich, dass ich meine Führung weiter ausbauen konnte und mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Trotzdem zog ich auch den letzten Kilometer noch voll durch. Eine persönliche Bestzeit wäre natürlich die Krönung dieses sensationellen Ergebnisses. Voll am Limit erreichte ich nach 46:56 Minuten das Ziel beim Hahnenkammstüberl und durfte mich über den Gesamtsieg freuen. Meine persönliche Bestzeit konnte ich um eineinhalb Minuten unterbieten. Es war einfach ein geniales Rennen!

 

Perfekte Trainingsbedingungen in Livigno

Bereits zum 6. Mal durfte ich diese Jahr für 3 Wochen mein Höhentrainingslager im Hotel Lac Salin in Livigno aufschlagen. Livigno liegt auf 1800m und ist ein optimaler Ausgangspunkt für Höhenmeter-Hungrige. Pässe wohin das Auge reicht! - Einfach genial!

Nach meinen Trainingseinheiten sorgte das außergewöhnlich nette Team vom Hotel Lac Salin dafür, dass ich mich gut erhole und verwöhnte mich mit kulinarischen Kostbarkeiten. 

 

Vielen Dank für die herzliche Betreuung!

Großglockner Bike Challenge - 3. Platz

Foto: www.sportograf.com

Bei der Großglockner Bike Challenge war die Großglockner Hochalpenstraße von der Südseite aus zu bezwingen. Mit Start in Heiligenblut ging es 17,2 Kilometer und 1350 Höhenmeter hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Im ersten Abschnitt warten gleich ordentliche Rampen auf uns. Der mittlere Teil hingegen weist eine angenehme Steigung auf, während die letzten Kilometer vor dem Ziel noch mal ziemlich steil sind. Um 07:00 Uhr fiel der Startschuss im Ortsteil Winkl in Heiligenblut.

Irgendwie fühlte ich mich mental nicht dazu bereit voll an meine Leistungsgrenze zu gehen. Meine Vorgabe für diese Rennen lautete also, meine Leistung von Anfang bis zum Ende konstant durchzuziehen. 

Foto: @Großglockner Bike Cahllenge

Demnach fuhr ich nicht am letzten Zacken in den Anstieg hinein. An dritter Stelle liegend schraubte ich mich Kilometer um Kilometer Richtung Ziel. Immer wieder versuchte ich einen Blick in die traumhafte Bergkulisse zu erhaschen. Einfach ein Traum diese Landschaft rund um den Großglockner. Beim Blick auf meinen Radcomputer stellte ich fest, dass auch auf über 2000 Meter Seehöhe meine Leistung nicht wesentlich abfällt. Somit konnte ich auch die schwierigen Kilometer bis in Ziel absolut im Soll durchziehen. Nach 01:07:32 Stunden erreichte ich als 3. Dame das Ziel auf 2369 Metern. Aufgrund meiner sehr intensiven letzten 3 Trainingswochen durchaus ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Alles in allem eine perfekt organisierte Veranstaltung in einer Umgebung die wohl jeden Bergliebhaber ins schwärmen bringt.

Sieg am Hausberg

Im Rahmen der Österreich Radrundfahrt fand die 1. Kitzbüheler Horn Bike Attack statt. Über 200 Teilnehmer/innen stellten sich der Herausforderung Kitzbüheler Horn. Mit seinen 7,2 Kilometer und 900 Höhenmeter und einer Durchschnittssteigung von 12% gilt das Kitzbüheler Horn als der steilste Radberg Österreichs.

Bei angenehmen Temperaturen fiel um 11:45 Uhr der Startschuss in der Vorderstadt in Kitzbühel. Trotz einer intensiven Trainingswoche fühlte ich mich großartig und freute mich riesig auf dieses Event. Nach einer kurzen neutralisierten Phase ging es dann auch gleich ans Eingemachte. Wie erwartet hängte sich Lea Horngacher, eine starke, junge Fahrerin aus Ebbs, an mein Hinterrad. „Mal schauen was heute so geht.“ Dachte ich mir. Ich schlug ein hohes Tempo an. Mein Plan war, bis zur Mautstelle voll durchzuziehen und bestenfalls einen Vorsprung auf Lea herauszufahren. Ungefähr 500 Meter vor der Mautstelle musste Lea dann reißen lassen. Mit der Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, versuchte ich das Tempo weiter hoch zu halten. Sehr gut, das Loch wird größer. Nach der Maut nahm ich ein wenig zurück, um im oberen, extrem steilen Teil nicht komplett einzubrechen. Bei einem Kontrollblick zurück, 2 Kilometer vor dem Ziel, stellte ich fest, dass ich meine Führung weiter ausbauen konnte. Im steilsten Abschnitt der Strecke merkte ich die Strapazen der Anfangsphase aber deutlich. Es war ein harter Kampf bis ins Ziel. Dank der genialen Stimmung auf den letzten Metern konnte ich die Zieldurchfahrt trotzdem richtig genießen. Vielen Dank an alle Zuseher/innen fürs Anfeuern auf der Strecke und beim Alpenhaus Kitzbüheler Horn. Nach 41:57 Minuten erreichte ich als erste Dame das Ziel.  Heimsiege sind halt immer etwas Besonderes!   

Erlebnis Maratona dles Dolomites - 4. Platz AK

Eigentlich fällt es mir immer am leichtesten meine Rennberichte kurz nach dem Rennen zu schreiben. Diesmal habe ich mir ein paar Tage Zeit gelassen, um die Eindrücke ein wenig zu ordnen und meine Leistung einzustufen. Aber jetzt ist der Bericht fertig. - Viel Spaß bei Lesen.

Bereits Mitte der Woche machte sich meine Vorfreude auf den Maratona dles Dolomites bemerkbar. Der Wetterbericht versprach perfektes Radwetter. Die Gedanken an die einzigartige Bergwelt der Dolomiten und an das Bild wenn sich 10.000 Teilnehmer/innen über die Passstraßen schlängeln, sorgen schon im Vorfeld für Gänsehaut.

Damit ich mich in Ruhe auf das Rennen am Sonntag vorbereiten konnte, erfolgte die Anreise schon am Freitag. Startnummer abholen, das Flair der Veranstaltung genießen und Entspannung stand am Programm. Am Samstag machte sich dann aber auch langsam etwas Nervosität breit. Gemeinsam mit Martin drehte ich noch eine kurze Runde, um meinen Körper auf die Belastung am Renntag vorzubereiten.

Am Sonntag um 06:30 Uhr fiel in Corvara der Startschuss. 138 Kilometer und 4200 Höhenmeter warteten auf uns. Mein Plan für dieses Rennen war mit eher mäßigem Tempo zu starten und bis zum Schluss eine konstante Leistung zu halten. Vor allem auf der ersten Runde, der Sella Ronda, wollte ich Körner sparen. Der erste Anstieg verlief ganz gut. Die Beine fühlten sich zwar noch etwas schwer an. Aber nach fast einer halben Stunde stehen im Startblock ist das auch kein Wunder. Ab der Mitte des Passo Pordoi merkte ich, dass die ganze Sache zu laufen beginnt. Sellajoch und Grödnerjoch konnte ich gut hinter mich bringen. Die Zeit bei der ersten Zieldurchfahrt in Corvara war fast auf die Minute genau gleich schnell wie im letzten Jahr. Perfekt alles nach Plan. Noch einmal über den Passo Campolongo, wo ich wieder von Mama und Erika verpflegt wurde, um dann über das einzige Flachstück zum Passo Giau zu gelangen. Der längste und steilste Anstieg dieses Rennens verlangt vollste Konzentration. Fährt man zu schnell in die ersten Rampen bekommt man die Rechnung auf den letzten Kilometern des Passes. Es läuft! Die steilen Rampen habe ich bereits geschafft. Die Leistung ist nach wie vor konstant. Auf den letzten Kehren feuerte mich Daniel Biehler noch mal richtig an. Geschafft! Konzentriert bleiben und rein in die Abfahrt.

Normalereise machen sich nach dieser Abfahrt die ersten Krämpfe bemerkbar. Dieses Jahr konnte ich aber mit gutem Druck und ohne Krämpfe in den Passo Falzarego starten. Ich hatte ein richtig gutes Gefühl. Auch der starke Gegenwind konnte mir nichts anhaben. Es macht auch nach über fünf Stunden noch großen Spaß. Es war mir zwar klar, dass es keine Verbesserung meine Zeit aus dem Jahr 2017 werden wird. Trotzdem ist es mir gelungen die Motivation hochzuhalten und bis ins Ziel alles zu geben. Am Mür dl Giat, ein 300m langer Anstieg mit bis zu 18% Steigung, 5 Kilometer vor dem Ziel konnte ich die sensationelle Stimmung der Zuseher so richtig genießen und flog förmlich diese Rampe hinauf. Echt cool dieser Abschnitt.

Nach 05:47:09 Std. erreichte ich als 4. Dame meiner Altersklasse und 7. Dame in der Gesamtwertung das Ziel in Corvara.

Fazit: Mein Ziel ein gleichmäßiges Rennen zu fahren ist mir zu 100% gelungen. Ich stelle mir aber schon die Frage, ob nicht mehr drinnen gewesen wäre. So richtig am Limit war ich halt nie. Auch die Tage nach dem Rennen fühlten sich nicht nach „Tage nach einem harten Rennen“ an. Fakt ist, dass es ein geniales Wochenende mit einer super Truppe in den Dolomiten war. Meine Leistung war gut mit deutlich Luft nach oben.

Vielen Dank an die Betreuer/innen Mama, Erika und Patrick Hagenaars mir seinen Burschen. - Wie immer TOP!

Sieg beim Dreiländergiro in Nauders

Perfekte Betreuung durch Chrie und Ralph

Auch dieses Jahr erfolgte meine Anreise zu den Radsporttagen in Nauders am Donnerstag, um beim Race across the Alps und beim Nightrace hautnah dabei zu sein. Zusätzlich war ich am Donnerstag bei einem Live-Talk mit dem Thema „RATA - Race across the Alps“ eingeladen. Alpentour TV berichtete das ganze Wochenende über die Rennen in Nauders. Wirklich eine super Sache die Martin Böckle und sein Team da auf die Beine gestellt haben. Den Live-Talk und die Beiträge zu den Rennen findet man unter www.radstars.at.

Nachdem ich drei Tage als Zuschauerin dabei war, ging es für mich am Sonntag beim Dreiländergiro wieder zur Sache. Eine perfekt organisierte Veranstaltung mit 3000 Starter/innen, die über das berühmt-berüchtigte Stilfserjoch führt. Ein Traum für jeden Radfahrer. Einziger Wehrmutstropfen war, dass ich trotz meines Sieges im Vorjahr nicht auf die lange Strecke gehen durfte. Mit 120 Kilometern und 3000 Höhenmetern ist die kurze Strecke aber auch nicht zu unterschätzen.

Andreas Traxl-Pintarelli siegte bei den Herren

Um 06:30 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Zügig ging es auf den Reschenpass und über Mals nach Prad am Stilfserjoch. Behutsam ging ich in den Anstieg und versuchte meinen Rhythmus zu finden. Das dauerte heute aber ziemlich lange. Irgendwie war ich zu warm angezogen. Ich rechnete eigentlich jeden Moment damit, dass mich eine Dame einholen wird. Gott sei Dank kam es aber nicht soweit. Nachdem ich meine Knielinge runtergestreift hatte, kam Meter für Meter ein besseres Gefühl. Aber erst auf der Franzenshöhe auf über 2000 Meter merkte ich langsam, dass meine Beine etwas mehr hergeben. Die letzten 5 Kilometer fühlten sich sogar richtig gut an und ich konnte als erste Dame über die Passhöhe fahren. Weste zu und rein in die lange Abfahrt nach Santa Maria. Das letzte Stück führte über den Radweg zurück auf den Reschenpass. Immer wieder gemeine Rampen mit 16% Steigung. Nachdem mich Chrie und Ralph in Mals verpflegt hatten, wurde es für mich eine einsame Fahrt Richtung Ziel. Der Gegenwind forderte mich noch zusätzlich. Da ich aber ein echt gutes Gefühl hatte und ordentlich Druck am Pedal hatte, ging mir die Sache gut von der Hand. Kurz vor Reschen kamen zwei Fahrer von hinten. Somit hatte ich zumindest für die letzten 5 Kilometer bis Nauders noch motivierte Lokomotiven.

Nach 04:31:46 Stunden erreichte ich als Gesamtsiegerin der Strecke Vinschgau das Ziel in Nauders.

Vielen Dank an Chrie und Ralph für die super Betreuung!

Live-Talk im Rahmen der Radsporttage in Nauders

ALPENTOUR TV

LIVESTREAM RADTAGE NAUDERS 

Donnerstag, 21.06.2018 - 20:30 Uhr
Gäste u.a.:

Matthias Brändle - Trek-Segafredo
Robert Petzold - Titelverteidiger RATA Nauders
Rubisoier Daniel - mehrfacher RATA Race Across the Alps Sieger
Nadja Prieling - Finisherin RATA Nauders, Siegerin Dreilaendergiro
Daniel Federspiel - Weltmeister MTB

                                                 Link zum Live-Stream: http://radstars.at/alpentour-tv-143

AK-Siege beim KitzAlpBike-Festival

Windautaler Radlrallye: 

14km/320hm - 30:08 min.

1. Platz AK - 2. Platz Gesamt

 

Hillclimb in Brixen i. Thale:

5km/500hm - 25:23 min.

1. Platz AK - 5. Platz Gesamt

 

Lang ersehnter Sieg beim Super Giro Dolomiti

Foto: sportograf.com

Der Super Giro Dolomiti ist der härteste Radmarathon der Saison. Selbst der legendäre Ötztaler Radmarathon kann mit dem Streckenprofil nicht mithalten. Steile Anstiege, kniffelige Abfahrten und ein sehr unrhythmischer Anstieg zum Schluss machen diesen Radmarathon zur echten Herausforderung.

Nach meinem Sieg 2016 auf der Ersatzstrecke über den Monte Zoncolan steht der Sieg auf der noch schwierigeren Originalstrecke ganz oben auf meiner TO-DO Liste.

Die Vorfreude auf diesen Tag war riesig. Die Ergebnisse der letzten Rennen haben gezeigt, dass meine Form stimmt. Ich wusste, wenn ich meine Leistung an diesem Tag abrufen kann und ich ohne Zwischenfälle durchkomme, schaut ein Top-Ergebnis raus.

Foto: sportograf.com

Bereits um 06:30 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Gailbergsattel, Plöckenpass, Lanzenpass, Nassfeldpass und der Kartitscher Sattel waren zu bewältigen. 232 Kilometer und 5200 Höhenmeter bei perfekten Wetterbedingungen. Sehr gemütlich rollte das Feld bis nach Oberdrauburg.

Mein Puls, vor der Abzweigung zum Gailbergsattel noch im unteren Bereich, stieg rasant an als ich auf einmal die Stimme meiner Mutter hörte. „Nadja, ich durfte nicht mehr auf den Plöckenpass fahren!“ rief sie.

Eigentlich sollte sie am Plöckenpass warten und uns verpflegen. Die wohl etwas übermotivierte Exekutive ließ sie aber nicht vorausfahren. Ich teilte die Situation noch Josef mit und ging zu Plan B über. Falls mit der Betreuung irgendetwas schief geht, nehme ich bei so langen Rennen immer was auf Reserve mit. In meinen Trikottaschen hatte ich drei Getränke-Tabs, 2 Gels, eine Banane, einen Riegel und Salztabletten. Also kein Problem. Das geht sich mit ein- bis zweimal Wasser auffüllen locker aus zur zweiten Verpflegungsstelle meiner Mutter am Nassfeld.

Das Tempo am Gailbergsattel und am Plöckenpass wollte ich dieses Jahr nicht ganz so hoch anlegen, um für hinten raus Körner zu sparen. Nur die letzten Meter vor den Plöckenpass verlangten mir alles ab. Schließlich wollte ich mit dieser Gruppe in die Abfahrt gehen.

Auf der ersten von drei steilen Rampen Richtung Lanzenpass füllte ich bei einem Brunnen noch meine Flaschen auf. Bei der nächsten Labestation schnappte ich mir noch eine Banane und stellte mich auf die extrem steile Auffahrt auf den Lanzenpass ein. Es läuft hervorragend, mein Tritt ist locker, es macht richtig Spaß. Oben angekommen, ging es voll konzentriert in die anspruchsvolle Abfahrt. Steil, eng, nass und schmutzig. - Eine echte Herausforderung.

Bei Temperaturen an die 30 Grad wartete das Nassfeld auf uns. Rhythmus finden und gleichmäßig durchfahren. Mein Gefühl immer noch genial. Ich konnte einen Fahrer nach dem anderen aufsammeln. Nachdem mein Reiseproviant langsam aber sicher dem Ende zu ging, freute ich mich auf die Verpflegung meiner Mutter am Nassfeld. Flaschen tauschen, zwei Brötchen in die Trikottaschen, ein Gel, einen Schluck Cola und ab geht die Post. Keine unnötige Zeit verlieren und rein geht es in die schnelle Abfahrt vom Nassfeld. Leider machten sich am Beginn des folgenden Flachstückes Krämpfe bemerkbar. Lockeres Kurbeln mit wenig Widerstand ermöglichte mir zumindest das Weiterfahren. Noch eine Salztablette und schon war das Problem gelöst. Nach wenigen Kilometer schlossen drei Fahrer von hinten zu mir auf und begleiteten mich nach Kötschach wo der letzte lange Anstieg auf mich wartete. Durch das malerische Lesachtal mit unzähligen Zwischenabfahrten geht’s zum Drüberstreuen noch auf den Kartitscher Sattel. Martina wartete schon mit der Verpflegung auf mich und schickte mich motivierenden Worten weiter.

Foto: sportograf.com

Es dauerte nicht lange und der Rhythmus war gefunden. „Unglaublich wie gut die Anstiege heute von der Hand gehen.“ dachte ich mir. Dieser Gedanke zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Genau diese Momente sind es, die ich an der ganzen Sache so liebe.

Zu fünft ging es durch das Lesachtal weiter auf den Kartitscher Sattel und über das letzte Flachstück bis nach Lienz. Diese vier Männer hatten noch richtig Dampf und wir fegten, trotz starken Gegenwind, dem Ziel entgegen. Vielen dank fürs Mitnehmen!

 

Nach 08:50:16 Stunden erreichte ich als erste Dame das Ziel und durfte mich über den lang ersehnten Sieg beim wohl härtesten Radmarathon freuen.

 

Vielen Dank an unsere Betreuerinnen Mama und Martina, die uns auf der Strecke hervorragend versorgt haben.

Sieg beim Bobbahnsprint in Igls

Foto: Walter Andre

Der Bergsprint im Igler Eiskanal war auch heure wieder ein Pflichttermin für mich.

Die Veranstaltung glänzt mit hervorragender Organisation und viel Leidenschaft zum Sport.

1,1 Kilometer und 100 Höhenmeter galt es in der Bobbahn von Igls zu bewältigen.

Das kürzeste aber für mich wohl intensivste Rennen der Saison.

Das Wetter war optimal für diese außergewöhnliche Herausforderung.

Nach einer langen Aufwärmphase von über einer Stunde fühlte ich mich bereit für die knackige Strecke. Jetzt heißt es für knapp vier Minuten die Zähne zusammenbeißen und voll durchziehen. Mit einer Zeit von 03:59 Minuten konnte ich vor Tina Kindlhofer den Gesamtsieg holen.

Neue Herausforderung beim Glocknerkönig - 3. Platz

Es ist unumstritten, dass der Glocknerkönig zu meinen Lieblingsrennen gehört. Perfekte Organisation und eine atemberaubende Kulisse machen diesen Event zum absoluten Highlight der Bergrennen.

Erstmals in der langjährigen Geschichte des Glocknerkönigs fand heuer, zusätzlich zur Classic- und Light-Wertung, auch eine Ultra-Wertung statt. Ziel dieser Ultra-Wertung war auf der 2571 Meter hohen Edelweißspitze. Zusätzliche 1,8 Kilometer und 160 Höhenmeter waren zu bewältigen und das ganze nicht auf schönen Asphalt, sondern auf einer „Pflasterpiste“ mit bis zu 14% Steigung. Insgesamt standen 28,9 Kilometer und 1800 Höhenmeter am Programm. Nachdem ich schon über zehnmal beim Glocknerkönig- Classic am Start war, war für mich klar, dass ich die neue Herausforderung annehme und auf die Ultra-Strecke gehe.

Bei traumhaften Wetterbedingungen ging es für mich und 2700 Starter/innen in Bruck a. d. Glocknerstraße los. Zügig rollte das Feld die ersten flachen Kilometer nach Fusch a. d. Glocknerstraße. Die ersten Minuten im Anstieg zur Maut sind für mich immer sehr intensiv. Nur nicht zu schnell beginnen, schließlich wartet zum Schluss noch eine gemeine Rampe. Ziemlich im roten Bereich erreichte ich Ferleiten und hatte nach der Mautstelle große Mühe meinen Rhythmus zu finden. Immer wieder wurde ich von Damen und männlichen Mitstreitern, die in etwa in meiner Leistungsklasse sind, überholt. Beim Blick auf meine Wattdaten wusste ich, dass ich den Druck aufs Pedal nicht erhöhen darf. Cool bleiben und abwarten! - Vielleicht treffe ich die „Leichtigkeit“ ja doch noch irgendwo.

Nachdem ich mir kurz nach der Labestation mein Gel nicht in den Mund drückte, sondern gleichmäßig auf Armen, Händen und Rahmen verteilte, rutsche mich auch noch die Trinkflasche aus der Hand. Stehenbleiben? - Sicher nicht! Ich habe noch ein Gel und das Rennen dauert nur mehr eine Stunde. Da komme ich ohne Flüssigkeit auch durch. Und außerdem muss ich viel weniger Gewicht hoch schleppen. Also, überhaupt kein Grund nervös zu werden.

Meine Beine scheinen nun endlich, nach einer Stunde Fahrzeit, auch in Schwung zu kommen. Ich bemerkte, dass die Lücke zu meinen Konkurrentinnen vor mir nicht größer wird. Trotzdem versuchte ich mich voll auf mich zu konzentrieren und konnte bald eine Dame überholen und auf eine weitere auffahren.

Nun öffnete sich schon der Blick zum Fuschertörl. Ich darf noch nicht alle Körner verschießen. Erst ab der Abzweigung zur Edelweißspitze ist an einen Endspurt zu denken.

So, endlich geht’s rechts weg auf die Ultra-Strecke. Noch einmal tief durchatmen und rein in die letzte steile Rampe. Puuuhhh, am Donnerstag hat sich das Ganze aber etwas flüssiger angefühlt. Aber es ist nicht mehr weit! - Ordentlich draufbleiben und durch die geniale Stimmung auf den letzten Kehren fällt es sowieso viel leichter. Schon von Weiten höre ich die Anfeuerungsrufe meiner Mutter und einiger Bekannte. Ich danke euch allen, ihr zaubert mir auch auf den letzten intensiven Metern ein Lächeln ins Gesicht.

Nach 01:46:59 Stunden erreichte ich als dritte Dame hinter Esther Fennel und Angelika Tazreiter das Ziel auf der Edelweißspitze.

Das Rennen hat mich mental ziemlich auf die Probe gestellt und wieder gezeigt, wie wichtig Vertrauen und Gelassenheit im Sport sind.

Vierter Sieg beim Amade Radmarathon in Radstadt

Die Vorfreude auf den 25. Amade Radmarathon in Radstadt war groß. Schließlich konnte ich den Klassiker über 146 Kilometer und 2200 Höhenmeter im Vorjahr gewinnen. Ich durfte mit Startnummer 1 an den Start gehen. Dementsprechend hoch war auch meine Motivation. Wäre schon ziemlich genial meinen insgesamt vierten Sieg beim Amade Radmarathon einfahren zu können.

Bei traumhaften Wetterbedingungen wurden rund 1000 Starter um 07:30 Uhr auf die Strecke geschickt. Meine Taktik war die Gleiche wie im Vorjahr, nämlich den ersten Anstieg nach Forstau voll durchzuziehen, um eine gute Gruppe für den hügeligen Teil der Strecke zu haben. Ich ging als erste Dame vor Janine Meyer in die Abfahrt. Es dauerte aber nicht lange und die Fahrerin aus Deutschland konnte aufschließen. Dosiert nahm ich die zweite Steigung in Angriff. Oben in der Ramsau angekommen, bildete sich eine recht große Gruppe, die nicht wirklich an Tempomachen interessiert war. Ich fühlte mich gut und beteiligte mich an der Führungsarbeit. Während Janine die kurze Strecke wählte, zweigte ich Richtung Lammertal auf die lange Strecke ab. Das Tempo nach St. Martin machte es möglich mich gut zu stärken. Die Zusammenarbeit der etwa 30 Mann starken Gruppe war nach wie vor etwas durchwachsen und funktionierte nur phasenweise. 

Endlich in St. Johann im Pongau angekommen, freute ich mich auf den Schlussanstieg.

Ich mag diesen Anstieg unglaublich gerne. Im unteren Teil nicht überziehen, Rhythmus finden und ab geht die Post. Genau so konnte ich dieses Teilstück durchziehen. Oben raus konnte ich noch die Lücke zur vorderen Gruppe schließen und das Flachstück bis ins Ziel gut absolvieren.

Nach einem kleinen Zwischenstopp bei einem geschlossen Bahnschranken in Altenmarkt erreichte ich nach 04:13:53 Stunden als Gesamtsiegerin das Ziel in Radstadt.

Rundum zufrieden wurde ich von meinen Betreuern Mama, Martin und Martina im Ziel empfangen. Danke euch für die perfekte Betreuung am Start und auf der Strecke!

2 Siege zum Saisonauftakt in Imst

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Mit dem Kurbelsprintrennen auf den Imsterberg und den Imster Radmarathon startete ich in die Rennsaison 2018.

Am Samstag standen 1,6 Kilometer und 160 Höhenmeter auf dem Programm. Also eine richtig kurze Angelegenheit. Der Regen, der pünktlich zum Start einsetzte, war eigentlich eine ganz angenehme Abkühlung. Der recht starke Wind machte das ganze noch etwas schwieriger.

Gleich vom Start weg ging es in die steilste Rampe. Bei so einem kurzen Rennen heißt es natürlich von Anfang an voll draufzudrücken. Gut hat sich die Sache nicht angefühlt.

Mit einer Zeit von 06:29 Minuten konnte ich aber den Sieg in der Damenwertung einfahren.

Bereits um 07:30 Uhr fiel am Sonntag der Startschuss zum Imster Radmarathon. 110 Kilometer und 2300 Höhenmeter warteten auf die 600 Teilnehmer/innen. Nach einer recht hektischen Anfangsphase ging es gleich mit vollem Tempo in den ersten Anstieg, dem Holzleitensattel. Ich konnte mich schon nach den ersten Metern an die Spitze setzten und Dank einiger motivierter Mitstreiter im oberen Bereich auch noch die Lücke zur vorderen Gruppe schließen. Puuuhhhh!! - Absolute Leistungsgrenze!!

In der Abfahrt nach Telfs konnte ich mich wieder gut erholen und war bereit für den Haimingerberg. 10 Kilometer und 1000 Höhenmeter gab es zu bewältigen. Ein Berg der mir liegen müsste. Ruhig fuhr ich in den Anstieg, ich hielt das Tempo moderat und merkte schnell, dass ich etwas zulegen kann. Ich fühlte mich sehr wohl und konnte die gesamte Steigung gleichmäßig durchziehen. Ein kurzer Stopp bei der Labestation, um meine Flasche aufzufüllen. Das ging mit der Unterstützung von Patrick Hagenaars alles recht zügig. Danke Patrick für deine Betreuung!

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Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens konnte ich auf der Abfahrt nach Ötz ordentlich Tempo machen. Die gemeinen Rampen nach Jerzens meisterte ich in einer kleinen Gruppe. Meine Beine leisteten immer noch sehr zufriedenstellende Arbeit. Was mich schon etwas überraschte, da der erste Hügel extrem intensiv war und ich den langen Anstieg auch mit gutem Druck am Pedal durchgezogen habe. - Richtig cool! Rasant ging es aus dem Pitztal raus nach Imst, wo ich nach 03:46:14 Stunden als Gesamtsiegerin das Ziel erreichte.

Ich würde sagen der Start in die Rennsaison 2018 ist gelungen und freue mich jetzt schon auf die nächsten Rennen.

Blick auf die Rennsaison 2018

Nach dem schneereichen Winter mit vielen Langlaufeinheiten und dem Indoor-Höhen-Training bei Sportscare in Reith bei Kitzbühel machen die Ausfahrten im Freien wieder richtig Spaß. Die Zeit im April konnte ich aufgrund des guten Wetters zu Hause perfekt nutzen und ordentlich Kilometer sammeln. Den letzten Feinschliff, um für die ersten Rennen fit zu sein, holte ich mir gemeinsam mit meinem Freund Martin auf Korsika. Eine Insel, die das Herz eines jeden Radfahrers höher schlagen lässt. Unzählige Kurven schlängeln sich durch die Wälder der landschaftlich eindrucksvollen Bergwelt. Mit einigen Kilometer und Höhenmetern im Gebäck reisten wir mit unglaublichen Eindrücken nach Hause. Die kommenden Tage stehen nun voll im Zeichen der Regeneration, bevor es am 19. Mai in Imst mit dem ersten Rennen los geht.

 

Treue Sponsoren auch im Jahr 2018 an meiner Seite

Ganz besonders stolz bin ich auf meine Sponsoren, die mir auch dieses Jahr wieder die volle Unterstützung zugesagt haben.

Sportscare, das Indoor-Höhentrainingszentrum in Reith bei Kitzbühel übernimmt auch 2018 das Hauptsponsoring. In Sachen Material kann ich auf die gesamte Mannschaft von BikeZeit by Stephan Mattersberger und die Firma XeNTiS Wheels zählen. Weiterhin mit im Boot ist ein Sponsor meiner Anfangsjahre, das Alpenhaus Kitzbüheler Horn – Ursula und Franz Reisch. Den Firmen Spedition Huber, Planungsbüro Wieser, Scott Sports, Innrock, Gartengestaltung Sulzenbacher, Kletterkitz und Rauter&Egle- Werbeservise sowie der Gemeinde Reith bei Kitzbühel möchte ich sehr herzlich für das Vertrauen und die Unterstützung danken.

Noch intensiver ist die Zusammenarbeit mit Lungolivigno Hotel&Fashion in Livigno. Neben der Möglichkeit mein Höhentrainingslager im Hotel Lac Salin - Spa&Mountain Resort in Livigno zu absolvieren, freue ich mich zusätzlich über eine finanzielle Unterstützung.

 

Ein großes Dankeschön schon am Beginn der Saison an meine Sponsoren. Ihr seid es, die es möglich machen meine Leidenschaft zu leben!

Eine erfolgreiche Rennsaison geht zu Ende

Eine sehr kompakte Rennsaison mit 20 Renneinsätzen bei Radmarathons, Straßenrennen, Bergrennen und Mountainbike-Hillclimbs geht zu Ende. Der ungewöhnlich späte Start in die Saison 2017 hat meinem Formaufbau nicht geschadet. Nachdem ich das Training im Winter mit Hilfe von Rene und Caroline von Sportscare etwas umgestellt habe, freute ich mich riesig auf die ersten Rennen. Die Ergebnisse bestätigten den positiven Effekt des Trainings im Höhensimulationsraum und gaben mir die Gewissheit gut betreut zu sein. Eine Woche vor meinem ersten Saisonhöhepunkt durfte ich mich über den Sieg beim Hillclimb in Brixen und beim Dreiländergiro in Nauders freuen. Beim Maratona dles Dolomites eine Woche später beendete ich ein sehr hartes Rennen auf Platz 3 in meiner Altersklasse, um nur wenige Tage danach meinen zweiten Sieg bei der Kitzhorn Challenge zu feiern. Eine unglaubliche erste Saisonhälfte!

Ab diesem Zeitpunkt widmete ich meine ganze Aufmerksamkeit der Vorbereitung für den Ötztaler Radmarathon. Nach einer Regenerationswoche Anfang Juli ging es Mitte Juli wieder für drei Wochen ins Höhentrainingslager nach Livigno. Viel Zeit, geniale Trainingsbedingungen und perfekte Verpflegung im Hotel Lac Salin ließen diese Woche wie im Flug vergehen. Top fit kehrte ich in die Heimat zurück um noch das ein oder andere Rennen vor dem Ötztaler zu bestreiten. Mein Sieg beim Radweltpokal in St. Johann i. T. gab mir dann endgültig die Gewissheit, dass ich bereit für den 2. Saisonhöhepunkt bin. Bei meinem 8. Ötztaler Radmarathon konnte ich meine persönliche Bestzeit, wenn auch nur um eine halbe Minute, verbessern und landete am 3. Rang in meiner Altersklasse und am 5. Gesamtrang. Zu meiner Verwunderung stellten mir viele die Frage, ob ich enttäuscht über dieses Ergebnis sei. Diese Frage kann ich ohne wenn und aber mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Es war ein sehr hartes Rennen und ich habe zu jedem Zeitpunkt alles gegeben. Ich wüsste nicht wo ich noch die ein oder andere Minute rausholen hätte können. Darum macht es mich sehr stolz mein Ding durchgezogen zu haben und das Maximum rausgeholt zu haben.

Insgesamt konnte ich heuer 12 Siege, 4 zweite Plätze und 3 dritte Plätze einfahren. Außer beim Super Giro Dolomiti (Reifendefekt - DNF) durfte ich bei jedem Rennen am Podest stehen.

Jetzt heißt es diese unglaublich erfolgreiche Saison sacken zu lassen und gut erholen, um Mitte November wieder voll motiviert in die Vorbereitung für 2018 zu starten. 

Ötztaler Radmarathon 9+1

10 Tage - 2380 Kilometer - 55.000 Höhenmeter

Im "Flow" über alle Berge!

Seit der einzigartigen Zieldurchfahrt beim Ötztaler Radmarathon sind nun einige Tage vergangen Ich habe aber immer noch nicht ganz realisiert was ich gemeinsam mit meinem Team geschafft habe.

Bevor ich unser „Ferienlager im Ötztal mit täglichen Ausflug nach Südtirol“ noch mal Revue passieren lasse, möchte ich mich als erstes bei meiner Mutter bedanken. Seit meiner Kindheit hat sie mir uneingeschränkt die Möglichkeit gegeben meine Träume und Ziele zu verfolgen. Egal ob bei meiner Berufsausbildung oder im Sport, auf ihre Unterstützung konnte ich immer zählen. Obwohl sie bei diesem Projekt nicht persönlich dabei sein konnte, war ihre positive Energie für mich deutlich zu spüren und bei den täglichen Telefonaten konnte ich noch mal auf den vergangenen Tag zurückblicken. Danke für alles Mama!

Auch bei meinem Freund Martin möchte ich mich besonders für sein Verständnis und die tolle Unterstützung auf allen Ebenen bedanken. Es macht mich unglaublich stolz wie souverän und gelassen er die Betreuung meiner Projekte gemeistert hat. Die gemeinsame Zieldurchfahrt beim Ötztaler Radmarathon in Sölden war für mich der krönende Abschluss dieser Tage.

Solche Ziele kann man aber nur erreichen, wenn man ein geniales Team hinter sich hat. Ich kann nur sagen, dass ich wohl das beste Team überhaupt mit auf mein Abenteuer genommen habe. Die unbändige Motivation der Team-Mitglieder dieses Vorhaben erfolgreich zu beenden, ließ bei mir nicht einmal den Gedanken aufkommen, dass ich es nicht schaffen könnte. Ich bin euch allen unendlich dankbar!

Vielen Dank auch an alle die mich auf der Strecke begleitet oder angefeuert haben, die über das Internet mitgefiebert und die Daumen gedrückt haben, es war enorm wie mich das gepusht hat.

Last but not least möchte ich mich noch bei meinen Sponsoren für das Vertrauen bedanken, ohne diese Unterstützung wäre so ein Mega-Projekt nicht umzusetzen.

Photo Credit Peter Lintner

Nachdem die letzten Tage vor dem Start sehr intensiv in Sachen Vorbereitung waren, konnte ich es kaum erwarten bis es endlich los ging. Donnerstag am frühen Nachmittag bezogen wir unser Ferienhaus Peater’s Hoamat – Hotel Castello Falkner und bereiteten den ersten Tag vor. Das Kribbeln war bei allen Beteiligten deutlich zu spüren und die Anspannung kaum noch auszuhalten. Seit meiner Ankunft in Sölden war mein Fokus voll auf mein Vorhaben gerichtet. Mein Ziel lautete nicht 10 Tage in Folge den Ötztaler Radmarathon zu finishen, sondern jeden Tag die Runde des Ötztalers zu fahren und das über zehn Tage lang. Ich wollte einfach jeden Tag für sich genießen und auf keinen Fall zu weit nach vorne denken. 

Photo Credit Peter Lintner

Schon am ersten und zweiten Tag stellte sich heraus, dass meine Zeitvorgabe von 10-12 Stunden pro Runde ganz gut passen müsste. Das Team war mittlerweile perfekt eingespielt, die Übergabe an die Betreuer des nächsten Tages funktioniert reibungslos. Ich merkte wie sich meine Anspannung löste und hatte vollstes Vertrauen an meine Bande. Ich spulte Tag für Tag meine Runde ab und rechnete nun eigentlich schon mit einem schlechten Tag. Runde 6 - immer noch keine Spur von einem Einbruch. Unglaublich, wie gut es läuft. Täglich nach der Zielankunft in Sölden hatte die Crew schon meinen Regenerations-Shake und ein Jause vorbereitet. Mein Fußbad stand schon zur Abkühlung bereit und im Wellnessbereich konnte ich perfekt abschalten. Das Abendessen im Restaurant Corso sorgte für die nötige Energiezufuhr und die Massage als Tagesabschluss machte mich wieder fit für die nächste Schleife. Die relativ kurze Regenerationszeit am Abend war perfekt geplant und konnte zu 100% genutzt werden. 

Nach dem 8. Tag war ich mir ziemlich sicher, dass der konditionelle Einbruch nicht mehr kommen wird. Die mentale Anspannung wurde die letzten Tage aber wieder deutlich stärker. Schließlich mussten wir die letzten Tage auch die Erfahrung machen, wie schnell ein Unfall passieren kann und alles vorbei sein kann. Die Sache mit meiner Achillessehne brachte mich zwar nicht sonderlich aus der Ruhe, aber wissen kann man es auch nie wie sich das bei dieser außergewöhnlichen Belastung entwickelt. Tag 9 – die Anspannung war enorm! Meine Bitte an das Team war, dass mich unbedingt Evelyn oder Christoph, sie sind beide Physiotherapeuten, mit auf die Strecke gehen. Nur um auf Nummer sicher zu gehen, falls meine Achillessehne Probleme macht. Richtung Brenner stand dann schon die erste Behandlung durch Evelyn an. Die Spannung löste sich aber schnell wieder und ich konnte nach ein paar Minuten wieder weiter fahren. Nach einer kurzen Behandlung am Brenner, Jaufenpass und in Schönau habe ich auch meinen schwierigsten Tag noch gut hinter mich gebracht. – Die Vorfreude auf das Finale war riesig!

Gemeinsam mit 4300 Radsportbegeisterten ging ich auf meine 10. Runde.

Unglaublich, dieses Gefühl! Ich wollte auch die letzten Kilometer ohne Zeitdruck absolvieren und konnte das einzigartige Flair des Ötztaler Radmarathons richtig genießen.

Problemlos und mit „Dauer-Gänsehaut“ wurde dieser Sonntag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im Ziel wartete schon das gesamte Team und hunderte Zusehen auf meine Ankunft. Martin Böckle und das Moderatorenteam sorgte für Mega-Stimmung und bereitete mir einen genialen Empfang.

Vielen Dank an alle die dieses Projekt unterstützt haben und es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Tag 10/10 - Das Finale - Bericht von Martin

Puuh, schon wieder klingelt der Wecker um 5 Uhr, aber heute zum letzten mal. Unser Basecamp hat sich mittlerweile komplett gefüllt und alle laufen nervös durch die Gänge. Zum Glück muss ich schon früh am Start sein, denn das ist ja kaum auszuhalten wie nervös die alle sind. Nadja wirkt auch am 10 Tag noch voll fokusiert und freut sich glaub ich auf diese letzte Runde mit so vielen Gleichgesinnten. Im 2. Startblock bekomme ich mit, dass Nadja und einige vom Team auch schon zum Start gekommen sind.

Dann um 06:45 Uhr geht’s endlich los. Mit einer Monstergeschwindigkeit rase ich Richtung Ötz um so schnell wie möglich auf Nadja aufzuschließen. Noch vor Längenfeld sehe ich sie schon im Schneckentempo dahinrollen. Nachdem uns gefühlte 4000 Radfahrer/innen überholt hatten ging es in den ersten Anstieg. Ohne Probleme meisterten wir diese Hürde, die Achillessehne scheint zu halten. Gott sei Dank. Von Innsbruck auf den Brenner zogen uns die Burschen vom BikeZeit-Express. Die Stimmung war hervorragend. Bei der Labestation am Brenner, welche von unserem Hausherrn Josef Falkner betreut wurde, stärkten wir uns noch mal kräftig, denn jetzt kommt der Lieblingsabschnitt von Nadja. Schon auf den ersten Kilometern merkte ich, dass sie auch heute keine Schwächen zeigen wird. Es war genial wie wir den Jaufen und auch das Timmelsjoch raufflogen. Es motivierte mich unglaublich wie sie das macht, immer wieder die aufbauenden Worte von ihr zu hören, einfach einmalig. Oben angekommen, merkte ich dann schon, dass es ihr die Tränen in die Augen drückte. Wir brauchten aber noch 100%ige Konzentration für die Abfahrt. Dann die Zieleinfahrt! Das ganze Team und hunderte Zuseher warteten auf uns. Ich kann es kaum glauben, dass Nadja die 10 Runden geschafft hat und war überglücklich mit ihr gemeinsam meinen ersten Ötztaler Radmarathon gefinisht zu haben. Auch heute wieder mit einer Zeit von 10:33 Std. und das Beste, ich war noch 2 Minuten schneller als sie – YESSS!!!!

Bei einem ausgiebigen Abendessen im Restaurant Corso war die Erleichterung bei allen beteiligten deitlich zu spüren.  

Tag 9/10 Bericht von Martin Curly, Evelyn und Chrie

Das ganze Team ist mittlerweile so eingespielt, dass wir heute schon um 06:07 Uhr gestartet sind. Es dauerte einige Kilometer, bis Nadjas Gelenke und Muskeln wieder auf Betriebstemperatur waren. Das Kühtai wurde wieder in einem zügigen Tempo erklommen. In Innsbruck wurden wir erstmals auf das erhöhte Verkehrsaufkommen aufmerksam. (1. Stau) Nur langsam kamen wir voran. Die ersten zwei Drittel des Brenners verliefen sorglos, aber dann machte sich die Achillessehne bemerkbar. Nach kurzer, intensiver Behandlung durch Eveline konnte das Abenteuer fortgesetzt werden und der Brenner konnte mit zusammengebissenen Zähnen hinter uns gebracht werden. Am Brenner war eine längere Pause notwendig. Mit Eis und Zippis Wunderhänden konnte die Wade und die Sehne wieder auf Vordermann gebracht werden. Zusätzlich wechselte Nadja das Rad, weil sie eine leichtere Übersetzung haben wollte. Leider konnte die Abfahrt nicht zügig absolviert werden, da uns der Kolonnenverkehr das Leben schwer machte. Mit Zeitverzögerung von ca. einer Stunde konnten wir dann den Aufstieg zum Jaufen in Angriff nehmen. Bald schon fand Nadja wieder ihren gleichmässigen Tritt und so konnte auch eine Überlastung der Problemzonen vermieden werden. Auf der Passhöhe erwarteten uns schon Ralph, Franz und Chrie, die bereits einen Apfelstrudel für den Magen und Eis für die Wade besorgt hatten. Franz trafen wir zufällig am Jaufenpass und er begleitete Nadja bis auf das Timmelsjoch. Wir waren sehr froh über seine Unterstützung, da sich so Martin und Eveline ein bisschen ausruhen konnten. Wir waren heute so spät dran, dass es am Timmelsjoch rauf schon schattige Stellen hatte. Dadurch war es nicht so heiss. Die letzte Abfahrt brachten wir zügig hinter uns. Nach einer Zeit von 11:53 Std. wurde Nadja von der ganzen Bande mit lautem Jubel im Ziel empfangen. Wir freuen und schon auf das morgige Finale.

Tag 8/10 - Sie fährt und fährt und fährt - Bericht von Susi

„Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich kann nur sagen – es läuft. Und wie!

Frühstück mit Nutellabrot, Tee, Müsli. Anziehen, los geht’s. Wir werden immer schneller,

heute starten wir bereits 5 min früher. Nadja und 4 Edelhelfer. Ab geht’s nach Ötz.

Bei unserem ersten Stop in Ötz – lehne ich verschlafen am Auto, als ein junger Mann mit

seinem Auto neben mir hält. Begeistert fragt er mich, ob er grad an Nadja vorbeigefahren ist.

Er kommt aus Sölden und hat sie jetzt jeden Morgen auf seinem Weg zur Arbeit gesehen und findet ihre Leistung Wahnsinn!

Schon krass, dass mittlerweile so viele fremde Nadja auf der ganzen Strecke anfeuern und

auch anhalten für einen kleinen Plausch mit unserer Heldin oder sogar um ein Autogramm

bitten.

Nach wenigen Höhenmetern am Kühtai merken wir – Nadja ist wieder on Fire. Und das bemerkenswerte ist – Nadja hat wirklich immer noch Spaß dabei. Die Pässe werden abgeradelt wie nix. Nadja fährt und fährt und fährt. Der Motor läuft da ruckelt nichts. Der einzige der etwas lahmt ist, ist das Begleitfahrzeug. Flott geht da nichts, deshalb fahre ich gemütlich und beeile mich mit der Verpflegung, denn viel Vorsprung ist nicht drin.

Roadcaptain Christoph macht die Pace. Vor allem Downhill wird nicht getrödelt.

Am Jaufenpass  - wie jeden Tag – werden wir mit „Servus, da seid ihr ja wieder“ begrüßt und der komplette Vorrat an Apfelstrudel wird aufgefuttert, um den letzten „Riegel“ (steirisch für Berg) des Tages bei fast tropischen Temperaturen zu beradeln. Auch Joseph kann heute nicht still halten und fährt die letzten Kehren wieder einmal mit.

Am Gipfel werden Nadja und ihr Radteam mit Laola begrüßt und dann wieder Vollgas, aber sicher runter und hurrahhh alle kommen gesund und fröhlich im Ziel an.

Wieder eine Runde geschafft. Großartig – nur noch 2. Voll im Flow! Viel Glück für morgen!

Ich bin mir sicher du rockst das Ding!!!!!!!!!!!!

Tag 7/10 - Bericht von den beiden "Gecrashten" 

Abfahrt heute wieder um 06:15h mit Nadja, Christoph, Josef und Martin. Heute wieder von Beginn an eine hochmotivierte und von den Strapazen kaum geplagte Nadja vorne weg.

Bis Kühtai lief bei wieder perfektem Wetter alles problemlos. Bei der Abfahrt vom Kühtai hatten Nadja und Josef einen Top-Speed von 103 kmh; Christoph war vorne weg. (diesmal können wir keine Rücksicht mehr auf die Familie zu Hause nehmen. Sorry.)

Auf Höhe Auffahrt zum Brenner haben wir das demolierte Rad von Othmar an ihn übergeben. Konni war wieder ab Brenner an unserer Seite. Vielen Dank für seinen 6. Einsatz!

Es schien nun so, dass wir ohne Probleme oder Zwischenfälle zurück nach Sölden kommen würden. Aber dann…. Passierte leider doch noch etwas.

Bei der Auffahrt Timmelsjoch: Die zwei bereits in Sölden gestarteten Fahrer Martin und Josef hatten bei geschätzten, rasanten 7 kmh einen sensationellen Crash. Beide gingen zu Boden. Nach notdürftiger Reparatur der Räder und tatkräftiger Unterstützung von Evelyn konnten beide bis ins Ziel nach Sölden zurück fahren. Die blutenden Wunden wurden natürlich nicht beachtet. Nadja hat sich von all den Störversuchen zum Glück nicht aus der Spur bringen lassen und ist ihr Tempo unbeeindruckt weitergefahren.

Nach 10 Stunden und 37 Minuten hat Nadja auch heute wieder ihre Runde großartig gefinisht. Das war der siebte Streich; der Achte folgt morgen zugleich!

Tag 6/10 - Bericht vom Murtal-Express

6:15 Uhr Start mit Christoph und Carina bei wieder herrlichem Wetter. Bei absoluter Windstille kommen wir gut voran. Nach ca 15 km die erste richtig knappe Aktion. Ein Auto macht vor einer Ampel, die am Vortag noch nicht da war, eine Vollbremsung. Christoph kann einen Auffahrunfall gerade noch verhindern. Leider war das erst der Beginn eines äußerst turbulenten Tages (dazu später).

Zu Beginn waren heute bei Nadja die Beine noch etwas problematisch, es sollte sich jedoch zeigen, dass sie nur eine kurze Anlaufzeit brauchten. Auf das Kühtai war davon nichts mehr zu merken.

Die Abfahrt war zügig und toll mit einem Geschwindigkeitsrekord (den wir aus Rücksicht auf unsere Familie nicht nennen).

Auf den Brenner waren wir auch heute wieder eine 8 Mann starke Gruppe. Es ist ein Wahnsinn welche Dynamik sich mittlerweile gebildet hat. Auf der Strecke jubeln vereinzelt unbekannte zu, auf den Pässen warten Radfahrer auf Nadja, und wollen sehen wie´s ihr geht… es ist super. Und so war auch heute der Brenner wieder ein Pass „eher zum Ausruhen“.

Am Brenner wird wieder gewechselt, Christoph ins Auto – Martin und Evelyn (nach 40minütiger Starthilfe bei Carinas Auto) aufs Rad. Und los geht´s in Richtung Jaufen.

Am Jaufenpass hat die Sonne schon richtig eingeheizt. Voller Elan starten wir zu siebent in den Anstieg. Dann nach ungefähr 10km der Schreckmoment: ein Auto kracht in einer Kurve von hinten in unsere Gruppe. Othmar (unser Schlussmann) bleibt verletzt am Boden liegen. Nach Abriegelung der Unfallstelle, Alarmierung der Rettungskräfte und der Aufforderung von Othmar „foahrts weiter“, wurde der Jaufenpass erklommen. Da uns der Schrecken immer noch im Nacken saß nahmen wir bei der Abfahrt gehörig Tempo raus. Aber am Fusse des Timmelsjochs fassten wir uns wieder und Nadjas Beine zappelten wie am ersten Tag den Berg hinauf. Glücklich und mit den Gedanken bei Othmar erreichten wir nach 10:33 Std das Ziel!

Das gesamte ÖRM 9+1 Team wünscht Othmar auf diesem Weg gute Besserung und baldige Genesung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tag 5/10 – Erlebnisbericht von Evelyn

Planmäßiger Start 06:15 Uhr bei idealen Bedingungen und einer topfiten und bis in die  Haarspitzen motivierten Nadja, der auch am 5. Tag die Strapazen nicht anzumerken sind.

Einzig das Betreuerteam zeigte Schwächen, als bei der Übergabe des Betreuerautos am Brenner, von Christoph an Evelyn und Martin, darauf vergessen wurde den Autoschlüssel im Auto zu lassen. Zum Glück begann der Schlüssel Mitte des Jaufenpasses in Christophs Trikottasche seinen Rücken wund zu scheuern, wodurch er auf seinen Fehler aufmerksam wurde. Alles halb so schlimm die Wunde wird wieder heilen.

 Konny opferte sich und fuhr die Strecke vom Jaufenpass zum Brenner in Rekordzeit zurück, um den Schlüssel zum Betreuerauto zu bringen.

Inzwischen wurde Carinas  Marschverpflegung verbraucht, und Christoph kaufte beim Alpenhaus am Jaufenpass Apfelstrudel.   

Rekordverdächtig war die 10 Mann starke Gruppe die sich am Brenner bildetet um unsere Nadja zu unterstützen, und so wurde auch die 5. Ötztalrunde bravorös gemeistert.

Im Ziel lachte nicht nur die Sonne vom Himmel, wir alle sind glücklich und stolz auf unsere Nadja! Finisherzeit: 10:28h

Kurzresumee von mir (Christoph): Troootl würde Nadja´s Martin sagen, ich hab dafür all meine Trink- und Essensreserven an Nadja abgegeben. Dafür hab ich auf das Timmelsjoch Blut geschwitzt. Nadja war auch ohne Auto top versorgt und hatte nie das Gefühl, dass die Reserven zu Ende gehen. Irrsinnig ereignisreicher Tag mit den Murtaler Experten.

Tag 4/10 - Bericht von Christoph

Wie immer… erste Tagwache um 3 Uhr Morgens, die Blase will nicht mehr. Gott sei Dank kann ich sonst gut schlafen. Um 5 Uhr ist dann die wirkliche Tagwache mit gemeinsamen Frühstück. Heute hat Christoph ein Bircher-Müsli vorbereitet – Lecker.

Start wieder pünktlich um 6:15 Uhr, heute bei trockenem aber natürlich um diese Uhrzeit kaltem Wetter.

Heute sind mit mir die Abfahrtsspezialisten – Christoph und Martin – am Start,

für mich heißt dass in der Steigung einen Vorsprung herausholen . :-)

Wir kommen zügig bis nach Ötz, auch das Küthai bringe ich zum 4. Mal super hinter mich. Oben eine kurze Jause und schon geht’s mit rasanten 96 km/h wieder runter. Einzige wirkliche Gefahrenquelle sind die Butterhirschen die immer wieder auf der Straße stehen.

Mit super Rückenwind kommen wir heute bis Innsbruck wo uns Konny schon wieder erwartet und auch heute wieder, gemeinsam mit Christoph, die Führungsarbeit bis zum Brenner übernimmt (Danke Konny).

Ich fühle mich auch heute wieder super und mich wundert es, dass die Beine noch nicht müder werden. Mit diesem Gefühl kann ich auch den Jaufenpass ohne Probleme bewältigen. Mein Martin ist heute total super in Form und hat mit Küthai und Jaufenpass heute bereits den 2. Pass mit mir gefahren. In der Abfahrt gab´s dann die erste Panne: ein Platter bei Christoph. Der Schlauchwechsel dauerte aber nicht lange und er konnte uns am Beginn des Timmelsjochs wieder einholen.

Das Timmelsjoch, einer meine Lieblingspässe, war auch heute wieder ein langer Anstieg, der Dank Blödelein und lustigen Diskussionen mit Martin und Christoph schnell vorüber ging.  Auf der Passhöhe quälte uns noch kurz sturmartiger Gegenwind, aber nachdem der 4. Tag schon wieder so toll gelaufen ist, konnte auch das uns nicht mehr stoppen. Und so erreichten wir nach 10 Std. 34 min das Ziel.

Dank der eingelegten Pausen und den Snacks die ich ständig zu mir nehme fühle ich mich auch heute wieder total super aber natürlich müde.

Abendessen mussten wir heute zu Hause (das Restaurant Corso hatte Ruhetag), aber die Nudel mit Sauce von Christoph und der Salat von den heute angereisten Zippis (Martin und Evelyn Zipper) waren nicht nur sättigend sondern auch ein „herzeigbares kulinarisches Kuriosum“.

Jetzt ein paar Worte von mir: Ich bin begeistert von deiner Disziplin und deiner mentalen und physischen Stärke. Am 4. Tag diese Strecke in dieser Gleichmäßigkeit zu bewältigen verlangt, dass man seinen Körper kennt und auf seine Stärke vertraut. Beides ist bei dir der Fall. Ich bin begeistert und freue mich auf die nächsten 6 Tage mit dir. Das wird der Wahnsinn und wir werden das als Team durchziehen.

ALSO: bis Morgen 5 + 1

Tag 3/10 – am Tag als der Regen kam – Bericht von Susi

4 Uhr  - Regentropfen, die an mein Fenster tropfen. Leider hat sich das bis zum

Start um 6:15 Uhr nicht geändert. Tapfer fahren - dick in Regenklamotten eingepackt -

Nadja und ihre Edelhelfer Hansi und Fritz (ehemals Oli) zum dritten mal Richtung Ötz.

Ich habe meinen Joker gezogen und fahre mit Martin zunächst im Begleitfahrzeug.

Am Kühtai wurde Nadja von der Presseabteilung ihres Teams interviewt. Sie sah gut aus

und hat auch das Kühtai zum dritten Mal super gemeistert.

Der Regen wurde zwar weniger, aber auf der Abfahrt war es gruselig kalt.

Vor Innsbruck habe ich mich dann von meinem kuscheligen Pelzschuhen und Martin getrennt, schade eigentlich, denn ich habe ziemlich viele Insider von Nadja erfahren.

In Innsbruck haben dann die beiden Raketen Georg und Konny die Führungsarbeit bis zum Brenner übernommen. Vielen Dank Jungs – das war spitzenmäßig.

Am Brenner hat uns dann leider die Wetterfee mit Starkregen beglückt. Na gut, wieder dick angezogen und Vollgas runter nach Sterzing. Super auch, dass meine angeblich top wasserdichten und von Profis angepriesenen Überschuhe gefühlte 3 Sekunden wasserdicht waren. Da war Nadja natürlich mal wieder schlauer mit ihrer Frischhaltefolie. Auch ein Profi halt. Ab dem Jaufen war dann wettertechnisch alles gut und es wurde dann am Timmelsjoch noch richtig sonnig. Auch an ihrem 3. Tag ist sie den Jaufen in ihrem Rhythmus hochgefahren, wie wenn gestern und vorgestern nichts gewesen wäre. Nadja – der Wahnsinn – du hast meinen allergrößten Respekt und bist eine Maschine.

Dann noch schnell übers Timmelsjoch – gmade Wiesn!

Zeit im Ziel 10:58 Uhr – wieder mal eine top Zeit! Nadja du bist meine Heldin! Das war ein

großartiger Tag und ich hatte so viel Spaß mit dir zusammen Rad zu Fahren! Ich bin stolz, dass ich in deinem Team sein darf.

Nadja – hier mein Motivationsspruch für morgen:

„Stärke entspricht nicht physischer Kraft, sondern einem unbeugsamen Willen“(Mahatma Gandhi). Und Nadja – das hast!

Und nur noch 6+1! Cooool!

Tag 2/10 - Bericht von Chrie - die mitleidende Tante

5 Uhr Morgens – fröhlich sprang ich aus dem Bett. Geschlafen hatte ich sowieso nicht (Anmerkung der Redaktion – dann hat wohl jemand anderer geschnarcht).

Nach dem Frühstück ging es noch in der Dämmerung los. Nach meinem Empfinden

hätten wir ruhig später starten können. Mit meinem Mann Ralph machten wir uns auf den Weg Richtung Kühtai. Erst durch die Betreuung von Nadja ist mir bewusst geworden, wie steil und lang dieser erste Pass ist. Als wir sie das erste Mal trafen konnten wir ihr Strahlen schon von weitem sehen und die Begeisterung schwappte auf uns Betreuer über. Bei jedem folgenden Pass war ich fast überwältigt, wie viel Leistung in so einer Runde steckt. Am Brenner hatten wir heute extrem viel Verkehr. - Stau ohne Ende. Wir waren froh, dass Georg auch heute wieder ab Innsbruck die Führungsarbeit übernommen hat. Ich staunte am Jaufenpass, wie schnell uns die Radfahrer wieder bis zum abgemachten Treffpunkt gefolgt waren. Das Timmelsjoch war für mich schier unendlich. Das Wissen, dass Nadja auch noch diesen Berg nach so vielen Kilometern und Höhenmetern bewältigen muss war für mich unbegreiflich. Obwohl es auf der Passhöhe zu regnen begann kam Nadja auch auf dem letzten Pass mit einem Lächeln an. Das machte mich richtig stolz. Ralph und ich waren froh als die Radfahrer (Nadja, Martin und Josef) zwar klatschnass aber voll zufrieden nach 10:06 Std. in Sölden ankamen. 

Tag 1/10 - Bericht von Josef Czernin

Die erste Gruppe (Nadja, Martin, Ludwig, Josef und Martina) hat gestern das Haus in Sölden bezogen. Die Unterkunft im Castello Falkner ist super gemütlich und sehr zentral gelegen.

Heute standen wir um 5 Uhr auf. Um 6.15 Uhr starteten wir bei optimalem aber kaltem Wetter das Projekt Tag eins. Josef und Martin begleiteten Nadja heute die ganze Strecke lang mit dem Rad. Im Laufe der Strecke haben sich immer wieder RadfahrerInnen bei uns eingeklinkt um Nadja zu unterstützen. Die Versorgung von Ludwig und Martina hat perfekt geklappt. Vielen Dank dafür. Am Jaufenpass war das Wetter leider einmal etwas regnerisch. Wir liesen uns dadurch aber nicht entmutigen. Die ganze Strecke konnte ohne irgendwelche Zwischenfälle gefahren werden. Erfreulicherweise war über den Brenner weniger Verkehr als erwartet. Auffahrt Timmelsjoch war jeder auf sich alleine gestellt. Das Live Tracking hat den ganzen Tag super funktioniert. Die Zuhausegebliebenen gaben immer wieder Rückmeldungen und feuerten uns an.

Heute waren wir 9 Stunden und 56 Minuten unterwegs.

Müde aber zufrieden gehen wir ins Restaurant Corso essen und freuen uns schon auf Pizza und Pasta.

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