Nadja Prieling - Radsportlerin aus Leidenschaft
Nadja Prieling - Radsportlerin aus Leidenschaft

Herzlich Willkommen auf meiner Homepage!

Eine erfolgreiche Rennsaison geht zu Ende

Eine sehr kompakte Rennsaison mit 20 Renneinsätzen bei Radmarathons, Straßenrennen, Bergrennen und Mountainbike-Hillclimbs geht zu Ende. Der ungewöhnlich späte Start in die Saison 2017 hat meinem Formaufbau nicht geschadet. Nachdem ich das Training im Winter mit Hilfe von Rene und Caroline von Sportscare etwas umgestellt habe, freute ich mich riesig auf die ersten Rennen. Die Ergebnisse bestätigten den positiven Effekt des Trainings im Höhensimulationsraum und gaben mir die Gewissheit gut betreut zu sein. Eine Woche vor meinem ersten Saisonhöhepunkt durfte ich mich über den Sieg beim Hillclimb in Brixen und beim Dreiländergiro in Nauders freuen. Beim Maratona dles Dolomites eine Woche später beendete ich ein sehr hartes Rennen auf Platz 3 in meiner Altersklasse, um nur wenige Tage danach meinen zweiten Sieg bei der Kitzhorn Challenge zu feiern. Eine unglaubliche erste Saisonhälfte!

Ab diesem Zeitpunkt widmete ich meine ganze Aufmerksamkeit der Vorbereitung für den Ötztaler Radmarathon. Nach einer Regenerationswoche Anfang Juli ging es Mitte Juli wieder für drei Wochen ins Höhentrainingslager nach Livigno. Viel Zeit, geniale Trainingsbedingungen und perfekte Verpflegung im Hotel Lac Salin ließen diese Woche wie im Flug vergehen. Top fit kehrte ich in die Heimat zurück um noch das ein oder andere Rennen vor dem Ötztaler zu bestreiten. Mein Sieg beim Radweltpokal in St. Johann i. T. gab mir dann endgültig die Gewissheit, dass ich bereit für den 2. Saisonhöhepunkt bin. Bei meinem 8. Ötztaler Radmarathon konnte ich meine persönliche Bestzeit, wenn auch nur um eine halbe Minute, verbessern und landete am 3. Rang in meiner Altersklasse und am 5. Gesamtrang. Zu meiner Verwunderung stellten mir viele die Frage, ob ich enttäuscht über dieses Ergebnis sei. Diese Frage kann ich ohne wenn und aber mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Es war ein sehr hartes Rennen und ich habe zu jedem Zeitpunkt alles gegeben. Ich wüsste nicht wo ich noch die ein oder andere Minute rausholen hätte können. Darum macht es mich sehr stolz mein Ding durchgezogen zu haben und das Maximum rausgeholt zu haben.

Insgesamt konnte ich heuer 12 Siege, 4 zweite Plätze und 3 dritte Plätze einfahren. Außer beim Super Giro Dolomiti (Reifendefekt - DNF) durfte ich bei jedem Rennen am Podest stehen.

Jetzt heißt es diese unglaublich erfolgreiche Saison sacken zu lassen und gut erholen, um Mitte November wieder voll motiviert in die Vorbereitung für 2018 zu starten. 

Sieg beim Saisonfinale in Kufstein

Klassensieger/innen beim 2. Kufsteinerland Radmarathon

Mit dem Festungssprint am Samstag und dem Radmarathon am Sonntag standen meine letzten Rennen der Saison am Programm.

Beim Festungssprint waren 1.3 Kilometer und 60 Höhenmeter zu bezwingen. Ziemlich kurz die Angelegenheit. Kaum bin ich über die Startlinie gefahren, war der Spaß nach 01:52 min. auch schon wieder vorbei und ich durfte mich über den Damensieg freuen.

Für den Radmarathon über 120 Kilometer und 1800 Höhenmeter war ein Temperatursturz und Dauerregen vorausgesagt. Eigentlich genau meine Bedingungen. Um 09:00 Uhr fiel bei Nieselregen und 10 Grad der Startschuss in der Festungsstadt. Nach wenigen Kilometern wartete auch schon der erste von vielen kurzen Anstiegen. Die Strecke ist gespickt mit zahlreichen steilen Anstiegen. Also richtig giftig! Ich konnte die ersten Rampen gut mithalten und fuhr in einer guten Gruppen bis zum längsten Anstieg nach Brandenberg. Auf dem Rückweg nach Kramsach überraschte mich noch ein nicht enden wollender steiler Hügel. Der tat richtig weh! Endlich unten angekommen zischte ich mit einer voll motivierten Gruppe nach Breitenbach. Irgendwie fühlte ich mich nicht wirklich gut. Am nächsten Anstieg musste ich die Gruppe dann endgültig fahren lassen und mich mal ordentlich stärken. Ich stopfte alles in mich hinein was ich noch bei  mir hatte. Mit der Angst im Nacken, dass wahrscheinlich gleich meine Verfolgerin heranbraust, fuhr ich mutterseelenallein nach Kirchbichl. Der Tritt fühlte sich allmählich wieder rund an. Somit konnte ich die letzte Steigung auch noch irgendwie meistern. Gott sei Dank, die Ortstafel von Kufstein!

Nach 04:03:36 Std. erreichte ich als erste Dame das Ziel und durfte mich über meinen 12. Saisonsieg freuen.

3. Platz AK beim Ötztaler Radmarathon

Nachdem ich mir letztes Jahr den Traum vom 10-fach Ötztaler erfüllt habe, war die Vorfreude den diesjährigen Ötztaler Radmarathon wieder im Renntempo zu bestreiten riesig.

Bereits am Donnerstag zog ich mit meiner gesamten Bande ins Ferienhaus von Castello Falkner in Sölden ein. Besonders groß war die Freude als am Freitag meine Mutter und meine Schwester im Ötztal ankamen. Es ist wunderbar dieses einzigartige Flair des Ötztaler Radmarthons mit den liebsten Menschen genießen zu können.

Nachdem wir am Freitag und am Samstag alles für den Tag X vorbereitet hatten und die gute Stimmung im Team meine Nervosität minderte, machte sich in der Nacht auf Sonntag die gewohnte Anspannung vor einem wichtigen Rennen breit. Mit schlafen war deshalb nicht viel. Um 5 Uhr klingelte endlich der Wecker. Anziehen, Frühstücken, Rad checken und ab zum Start. Auch bei meinem 8. Ötztaler Radmarathon immer noch ein einzigartiges Gefühl in der Dämmerung aufzubrechen. Enorme Anspannung ist zu spüren, ich liebe die letzten Sekunden vor dem Startschuss. Ich fühle mich in dieser Phase wie ein Druckkochtopf kurz vor dem explodieren. Sobald ich auf dem Rad sitze, wandelt sich dieses Gefühl in absolute Konzentration und Fokussiertheit um.

Ich rase gemeinsam mit 4300 Starter/innen nach Ötz. Dieses Jahr Gott sei Dank stressfrei und ohne Zwischenfälle. Laila Orenos (dreifache Siegerin), Daniela Pintarelli (3. Platz 2015 u. 2016), Ils Van der Moeren (eine starke Fahrerin aus Belgien), Christina Rausch (Glocknerkönigin 2016 u. 2017) und ich fuhren in einer Zeitspanne von ca. 2 Minuten über das Kühtai. Das Tempo war zügig aber nicht so, dass ich ans Limit gehen musste. Mit einer genialen Abfahrt vom Kühtai (Top-Speed: 111km/h) konnte ich die Lücke auf die Führende wieder schließen. In einer recht großen Gruppe ging es dann Richtung Brenner. „Die haben es aber ziemlich eilig.“ Ging mir durch denn Kopf. Endlich im flachen Teil angekommen, hoffte ich auf gemütliches Tempo. Nach ein paar Kilometern tauchte vor uns eine Gruppe auf was eine weitere Tempoverschärfung zur Folge hatte. Nach dem Zusammenschluss gab es die heiß ersehnte Erholungsphase. Bei starkem Gegenwind ging es nach Sterzing. Ils, Laila, Daniela und ich waren immer noch in der gleichen Gruppe. Christina konnte das Tempo vom Kühtai runter nicht mitgehen und war eine Gruppe hinter uns. Von nun an ist wohl nicht mehr mit Erholungsphasen zu rechnen. Gleich am Anfang vom Jaufenpass verabschiedeten sich Ils und Laila nach vorne. Daniela erhöhte das Tempo ebenfalls, während ich mir fest vorgenommen habe mein Tempo zu fahren und nicht voll ans Limit zu gehen. Ich spürte den intensiven Teil vom Brenner immer noch in den Beinen und wollte einen Totaleinbruch am Timmelsjoch vermeiden. Nach einer sehr gleichmäßigen Auffahrt zur Passhöhe freute ich mich auf die coole Abfahrt. Franco und ich legte erneut eine Bilderbuch-Abfahrt hin. 21:56 Minuten Genuss pur!

Nun wartet das nicht enden wollende Timmelsjoch auf mich. Auf den ersten Kilometern nach Moos muss ich erfahrungsgemäß ruhig bleiben, um einen guten Rhythmus für den langen Anstieg zu finden. Obwohl sich schon der ein oder andere Krampf ankündigte, konnte ich mit gutem Druck am Pedal in den Anstieg gehen. Ein paar Kilometer vor dem Flachstück fuhr Christina Rausch mit einem Höllentempo an mir vorbei. Sie wirkte noch richtig frisch und war für mich nicht mehr lange zu sehen. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen, denn schließlich läuft bei mir auch alles ganz gut. Nach dem Flachstück heißt es noch mal alle Kräfte mobilisieren, um die letzten Kilometer gut überstehen zu können. Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich noch im „unter 8 Stunden Zeitplan“ liege. Aber es ist sehr knapp. Mit der Aussicht die acht Stunden zu knacken, konnte ich mich noch mal unglaublich überwinden und kämpfte um jede Sekunde. Mit einer Zeit von 07:30:30 Stunden passierte ich die Passhöhe am Timmlesjoch. Voll motiviert stützte ich mich in die schnelle Abfahrt. Am Gegenanstieg zur Maut machten dann aber Krämpfe in den Oberschenkeln einen ordentlichen Druck am Pedal unmöglich. Trotzdem wollte ich keine Zeit verschenken und versuchte die Abfahrt nach Sölden schnell hinter mich zu bringen. Nach 08:02:26 Stunden erreichte ich bei unglaublicher Stimmung als dritte meiner Altersklasse und fünfte in der Gesamtwertung das Ziel in Sölden.

Es war für mich der härteste Ötztaler Radmarathon. Deshalb macht es mich sehr stolz bis zum Schluss um jede Sekunde gekämpft zu haben und alles aus mir rausgeholt zu haben. Herzliche Gratulation an die Top-Damen Laila Orenos, Christina Rausch und Daniela Pintarelli.

Ich freu mich auf 2018!

 

Ein riesiges Dankeschön an meine Betreuer Mama, Vicky, Jakob, Chrie und Ralph am Kühtai, Ingrid, Martina und Kathrin am Brenner, Ludwig und Jürgen Hennig vom Team Forchheim am Jaufenpass, Susi und Hansi am Timmelsjoch, den unzähligen Helfern vom Ötztaler Radmarathon und an alle die auf der Strecke und im Ziel zur gewaltigen Stimmung beigetragen haben.

 

Hahnenkamm MTB-Rennen - 2. Platz

Nachdem die ersten zwei Mountainbike-Rennen dieser Saison sehr zufriedenstellend gelaufen sind, war für mich klar, dass ich heuer endlich wieder mal beim Hahnenkamm MTB-Rennen an den Start gehe. Die Vorfreude auf das Heimrennen war dementsprechend groß.

Die 9 Kilometer lange Strecke mit 900 Höhenmetern müsste mir ganz gut liegen. Ich sehr zuversichtlich ins Rennen und peilte eine Zeit unter 50 Minuten an. Das Damenfeld war mit Esther Fennel, Manuela Hartl und meiner Teamkollegin Tina Kindlhofer stark besetzt. Um Punkt 11 Uhr fiel in der Kitzbüheler Vorderstadt der Startschuss. Einige Damen machten gleich zu Beginn ordentlich Tempo. Esther Fennel verabschiedete sich vorne weg, während die restliche Konkurrenz in Sichtweite war. Noch vor der Einsiedelei konnte ich mich auf den 3. Platz vorschieben. Der Rückstand auf Manuela Hartl pendelte sich zwischen 15 und 20 Sekunden ein und blieb bis ca. einem Kilometer vor dem Ziel gleich. Beim Blick zurück war keine Verfolgerin zu sehen. Somit war mein Fokus voll und ganz darauf gerichtet Manu auf den letzten Kilometern noch abzufangen. Ich hatte eine perfekte Ausgangslage für das extrem steile Teilstück kurz vor dem Ziel. Ich fühlte mich hervorragend und gab mir die Anweisung den eingelegten Gang durchzudrücken. Mit jeder Kurbelumdrehung kam ich näher an die Zweitplatzierte heran. Genau am Ende des steilen Abschnittes konnte ich wirklich auf sie aufschließen. 2-3 lockere Kurbelumdrehungen, dann runter schalten und volle Attacke. Sofort konnte ich einen Vorsprung rausholen, immer wieder ein vorsichtiger Blick zurück, der Abstand wurde größer und größer. Gott sei Dank, die Ziellinie ist schon zu sehen. Nach 48:27 Minuten durfte ich mich nach einem unglaublichen Finish über den 2. Platz freuen. Des woa vielleicht cool! J 

Sieg bei der Kelchsau Classic

Nachdem ich am Freitag von meinem dreiwöchigen Höhentrainingslager nach Hause gekommen war, stand bereits am Samstag das erste Rennen der zweiten Saisonhälfte am Programm. Die Kelchsau Classic führt von Hopfgarten über 14 Kilometer und 400 Höhenmeter zum Gasthof Moderstock.

Um 11 Uhr wurde die Rennradklasse gestartet. Der Rennverlauf gestaltete sich dieses Jahr ganz anders als in den Jahren zuvor. Während in den letzten Jahren schon von Beginn an immer wieder ordentlich attackiert wurde, bummelten wir dieses Jahr bis zum ersten Anstieg im Ortszentrum von Kelchsau. Hier wurde das Tempo dann aber massiv erhöht. Mir ist es gelungen an der zweiten Gruppe dranzubleiben und konnte mich von der Damen-Konkurrenz absetzen. Zügig ging es im Flachen bis zur Maut. Von nun an konzentrierte ich mich auf meinen Rhythmus, versuchte aber das Tempo hochzuhalten. „Es läuft überraschend gut!“ ging mir durch denn Kopf. Eigentlich hatte ich mit schweren Beinen gerechnet, nachdem ich die letzten Wochen doch einige Kilometer und Höhenmeter gesammelt habe. Beim Blick zurück stellte ich fest, dass die Gruppe mit meiner Verfolgerin zwar schon einen größeren Abstand hat, aber ich durfte auf keinen Fall nachlassen. Auf dem letzten Kilometer holte ich noch mal alles aus mir raus und konnte schließlich mit 5 Sekunden Vorsprung das Rennen gewinnen.

Perfekte Trainingsbedingungen in Livigno

Bereits zum 5. Mal durfte ich diese Jahr für 3 Wochen mein Höhentrainingslager im Hotel Lac Salin in Livigno aufschlagen. Livigno liegt auf 1800m und ist ein optimaler Ausgangspunkt für Höhenmeter-Hungrige. Pässe wohin das Auge reicht! - Einfach genial!

Nach meinen Trainingseinheiten sorgte das außergewöhnlich nette Team vom Hotel Lac Salin dafür, dass ich mich gut erhole und verwöhnte mich mit kulinarischen Kostbarkeiten. 

 

Vielen Dank für die herzliche Betreuung!

Sieg bei der Angerlalm Trophy

Heuer war ich das erste Mal bei der berühmt berüchtigten Angerlal Trophy in Kirchdorf am Start. Ein Mountainbike Hillclimb der unter den Insidern einen besonderen Stellenwert hat. Nachdem es zu Mittag noch wie aus Kübeln geschüttet hat, zeigte sich pünktlich zum Start um 14 Uhr die Sonne. Die Wege waren aber noch ordentlich nass, somit wartete eine recht matschige Angelegenheit auf uns. Neben der weichen Bodenbeschaffenheit sorgten eine Bachüberquerung und die kurze Schotterabfahrt für einen erhöhten Pulsschlag bei mir. Des is a Rennradlfahrerin nit gwohnt! ;-)

Gleich von Beginn an konnte ich mich von meinen Konkurrentinnen absetzen und die Führung übernehmen. Vorbei an der Angerlalm verlangte mir das letzte Stück bis zum Gipfel noch mal alles ab. Dank der genialen Stimmung entlang der Strecke klappte das aber sehr gut. Leichte Orientierungsprobleme zwangen mich kurz vor dem Ziel vom Rad. Am steilen Schlussstück ließ ich aber nichts mehr anbrennen und durfte mich bei meiner Premiere über den Sieg freuen.  

Heimsieg bei der Kitzhorn Challenge

Im Rahmen der Österreich Radrundfahrt fand auch heuer wieder die Krone Kitzhorn Challenge statt. Über 400 Teilnehmer/innen stellten sich der Herausforderung Kitzbüheler Horn. Mit seinen 7,2 Kilometer und 900 Höhenmeter und einer Durchschnittssteigung von 12% gilt das Kitzbüheler Horn als der steilste Radberg Österreichs.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad fiel um 13 Uhr der Startschuss zur 11. Kitzhorn Challenge. Ich habe mir vorgenommen das Rennen nicht zu schnell anzugehen, um einen gleichmäßigen Leistungverlauf zu erzielen. Schon auf den ersten Kilometern fand ich einen super Rhythmus, hatte jedoch leichte Bedenken, dass das Tempo doch etwas zu hoch sein könnte. Egal, es fühlt sich gut an und es ist keine Konkurrentin in Sicht. Die Sonne knallte voll in den Anstieg, es ist richtig heiß und die Temperaturanzeige meines Garmins kletterte bis auf 37 Grad. Im steilsten Abschnitt der Strecke, am vorletzten Kilometer merkte ich dann langsam aber sicher die Strapazen. Das recht hohe Anfangstempo in Kombination mit der extremen Hitze machten die letzten zwei Kilometer ziemlich hart. Dann endlich die etwas „flacheren“ Kehren vor dem Ziel. Jetzt heißt es noch mal alle Kräfte mobilisieren und mit Vollgas ins Ziel.

Nach 42:31 Minuten durfte ich mich nach 2013 über meinen zweiten Sieg bei der Kitzhorn Challenge freuen. Wie immer eine geniale Veranstaltung, mit toller Stimmung und herzlicher Bewirtung im Alpenhaus Kitzbüheler Horn.  

Maratona dles Dolomites - 3. Platz AK

138 Kilometer - 4200 Höhenmeter -

7 Dolomiten-Pässe - 9000 Teilnehmer/innen

Das sind die unglaublichen Eckdaten des Maratona dles Dolomites. Es ist immer wieder faszinierend wie souverän der Ablauf dieser Veranstaltung über die Bühne geht. Dieser Radmarathon bietet neben der atemberaubenden Bergkulisse auch in Sachen Rahmenprogramm alles was das Herz begehrt. „Die Liebe“ war im Jahr 2017 das Motto der wohl größten Radsportveranstaltung der Alpen. Schon bei meinen ersten Touren in den Dolomiten vor einigen Jahren habe ich mich in diese malerische Landschaft verliebt. Einfach einzigartig diese meist moderat ansteigenden Passstraßen.

Nachdem ich schon am Freitag angereist bin, konnte ich die Tage vor dem Rennen optimal nutzen und mich in aller Ruhe auf meinen ersten Saisonhöhepunkt vorbereiten. Genuss pur!

Am Sonntag klingelte bereits um 4 Uhr der Wecker. Es fiel mir gar nicht schwer aus den Federn zu kommen, da meine Nachtruhe eher unruhig war und ich es kaum erwarten konnte, dass es endlich los geht. Aufgrund meiner Ergebnisse der letzten zwei Teilnahmen konnte ich im 1. Startblock starten. Da aber für den 1. Startblock schon 1000 Fahrer/innen zugelassen waren, machte ich mich schon kurz vor 6 Uhr auf dem Weg zum Start. Nach wenigen Minuten tauchte auch Laila Orenos am Start auf. Durch das nette Gespräch sind die letzten 30 Minuten bis zum Start wie im Flug verstrichen.

06:30 Uhr - Endlich geht’s los! 

Foto: Maratona dles Dolomites

Während einige Damen des extrem starken Starterfeldes bereits vorne weg waren, gingen Laila und ich gemeinsam in den ersten und zweiten Pass. Ich merkte aber schon im ersten Drittel des Pordoi Passes, dass mir das Tempo zu hoch ist und nahm etwas raus, um einen späteren Einbruch zu vermeiden. Die kurzen Anstiege der Sellarunde machten mir zu schaffen. Irgendwie fand ich nicht so den Rhythmus. „Das Rennen ist noch lang, wird schon besser werden.“ Ging mir durch den Kopf. Nach den ersten 5 Pässen folgte das einzige Flachstück der Strecke. Mit zwei voll motivierten Fahrern raste ich zum Passo Giau, dem schwierigsten Berg des Tages. Wie auch schon die letzten Stunden hieß es die Zähne zusammenbeißen und weiterkämpfen. Der zum Teil recht starke Wind machte diese Prüfung so richtig schwer. Kurz vor der Passhöhe bekam ich von einem Zuseher die Information, dass ich an 5 Stelle liege. Diese Nachricht stimmte mich zuversichtlich und bestätigte mir, dass meine Leistung nicht so schlecht ist wie es sich anfühlt. Die leichten Krämpfe im rechten Oberschenkel habe ich in der langen Abfahrt vom Passo Giau wieder ganz gut in den Griff bekommen und fühlte mich bereit für den letzten Pass. Es lief auch sehr gut, erst drei Kilometer vor dem Passo Valparola kündigten sich erneut die Krämpfe im Oberschenkel an. „Bitte, nur noch ein paar Minuten, dann geht’s bergab und ihr könnt euch wieder etwas erholen!“ So lauteten meine aufmunternden Worte an meine Muskulatur. Nach richtig harten Minuten freute ich mich auf die Abfahrt. In den Abfahrten hatte ich nämlich ein echt gutes Gefühl und es hat großen Spaß gemacht die gesperrten Straßen runterzukurven. Unten in La Villa angekommen, wartete noch eine kurze Rampe mit 19% Steigung. Hunderte Zuseher säumten diese kleine Nebenstraße und „peitschten“ mich mit ihren Anfeuerungsrufen den Hügel hinauf. Soooo Genial!

Nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel, dann habe ich eine ziemlich intensiven Tag geschafft.

Yessss! - Bin ich froh!

Nach 05:43:40 Stunden durfte ich mich über den 3. Platz in meiner Altersklasse freuen. In der Damen-Gesamtwertung belegte ich den 5. Platz.

Das war wahrscheinlich eines meiner intensivsten Rennen überhaupt. Außer beim Abfahren hab ich mich nicht wirklich gut gefühlt. Darum bin ich echt froh, dass ich es trotzdem geschafft habe, ein konstantes Tempo zu halten und abgesehen von den leichten Krämpfen weit weg von Problemen war.

 

Ein großes Dankeschön an Patrick Hagenaars mit Familie und Freunden, die so nett waren und uns mitbetreut haben.

Extreme Bedingungen beim Dreiländergiro - 1. Platz

Meine Reise nach Nauders habe ich bereits am Donnerstag angetreten. Mit dem RATA - Race across the Alps, dem Night-Race am Freitag und dem Dreiländergiro am Sonntag standen drei spektakuläre Radsporttage an. Volles Programm, viele bekannte Gesichter und Dank der genialen Moderation von Othmar Peer und Martin Böckle eine geniale Stimmung von ersten bis zum letzten Tag. Nach einem entspannten Freitag wurde am Samstag in der Früh noch beim Zieleinlauf des Race across the Alps mitgefiebert bevor es dann in die Rennvorbereitung für den Sonntag ging. Der Dreiländergiro ist mit seiner 24. Auflage ein absoluter Klassiker und zieht jedes Jahr tausende Radsportbegeisterte nach Nauders.

Mit seinen 168 Kilometern und 3300 Höhenmetern ist dieser Radmarathon bei guten Wetterbedingungen schon eine richtig große Herausforderung. Bei strömenden Regen, Gewitter, dichten Nebel und 2 Grad auf der Passhöhe wird der Ritt über den Reschenpass, das Stilfserjoch, den Ofenpass und die Norberthöhe zur absoluten Grenzerfahrung.

Während für mich klar war, dass ich trotz dieser widrigen Bedingungen an den Start gehe, tauschten viele Radsportler schon vor dem Rennen ihre Startnummer gegen das Trikot um und verkrochen sich wieder ins (ich vermute) warme Bett.

Anstatt mich am Rad aufzuwärmen, nutzte ich die Zeit um mich gut einzupacken. Die Beine dick mit Vaseline einschmieren, die Schuhe mit Frischhaltefolie umwickeln, Überschuhe drüber und los geht’s.

Mit mäßigem Tempo fuhren wir bei strömenden Regen über den Reschenpass bis nach Prad am Stilfserjoch. Nun wartet der längste Anstieg auf uns hinauf auf das Stifserjoch. Diese einzigartige Passstraße bringt uns über 48 Kehren auf 2750 Meter Seehöhe. Ich konnte mich gleich am Beginn von meiner Konkurrenz absetzen und bis oben einen komfortablen Vorsprung rausholen. Bei 2 Grad, Starkregen und Wind wartete zum Glück Martin mit trockenen Handschuhen auf mich. Ich nahm mir die Zeit und blieb kurz stehen um etwas zu essen und zu trinken. Aufgrund der kalten Hände brauchte ich Hilfe um die Verspackung meiner Brötchen zu öffnen. Gestärkt, mit langen Handschuhen und einer zweiten Regenjacke ging es in die Abfahrt. Nur nichts riskieren aber doch nicht herumtrödeln, um so schnell wie möglich in tiefere Lagen zu kommen. Der starke Regen und der dichte Nebel machten die Sache ganz schön kniffelig. Endlich in Santa Maria angekommen, freute ich mich auf den Anstieg zum Ofenpass. Schon nach kurzer Zeit war mein Körper wieder auf Betriebstemperatur. Der Regen hat inzwischen aufgehört und die Straße wurde langsam trocken. Kurz vor Zernez warteten Chrie und Ralph auf mich, um mir Getränke und Essen zu reichen. Nachdem ich meine Regenkleidung abgegeben hatte, startete ich eine einsame Fahrt Richtung Ziel. Keine Spur von Müdigkeit und somit versuchte ich auch im flachen Teil ein gutes Tempo zu halten. Kurz vor Scoul rollten dann drei Fahrer von hinten auf mich auf, die mich bis zum letzten Anstieg begleiteten. Ich fühlte mich immer noch hervorragend und konnte auch die Norbertshöhe mit ordentlichen Druck am Pedal hinter mich bringen. Empfangen wurde ich in Nauders von hunderten Zusehen und ich durfte mich über meinen ersten Sieg bei diesem Klassiker freuen.

Die Cup-Wertung mit Kaunertaler Gletscherkaiser und Dreiländergiro konnte ich ebenfalls für mich entscheiden.

Sieg beim Hillclimb in Brixen

Es ist schon einige Jahre her, dass ich bei einem Mountainbikerennen am Start stand. Nachdem ich vor einer Woche mein neues MTB bekommen habe, wurde der Hillclimb in Brixen i. Th. ein Pflichttermin für mich.

6 Kilometer und 500 Höhenmeter von Brixen hinauf zum Filzensee deuteten darauf hin, dass die Sache wahrscheinlich in 25 Minuten erledigt sein wird.

Meine Erwartungen bezüglich einer Spitzenplatzierung waren gering. Ich spekulierte mit einer Zeit unter 25 Minuten und wäre mit einem Podestplatz in meiner Altersklasse sehr zufrieden.

So lautete also meine Vorgabe für dieses außergewöhnliche Unterfangen. .

Neben meiner Teamkollegin Tina Kindlhofer starteten noch einige Fahrer vom Team BikeZeit by Stephan Mattersberger um 18:30 Uhr ins Rennen. Die steilsten Rampen gab es gleich zu Beginn zu bewältigen. Ich versuchte nicht allzu schnell zu beginnen um einen guten Rhythmus zu finden. Schon nach wenigen Metern sammelte ich die ersten Konkurrentinnen ein und schob mich auf den zweiten Platz vor. Die Führende konnte ich ca. 50 Meter vor mir sehen. Nach gut der Hälfte des Anstieges konnte ich zur ersten Dame aufschließen und mich auch gleich von ihr absetzten. „So, jetzt genau so weiterfahren.“ dachte ich mir. Angefeuert von den zahlreichen Zusehern schaute ich mich in einer Kehre kurz um und konnte feststellen, dass der Vorsprung schon recht komfortabel ist. Für mich war aber klar, dass ich auch die letzten 500 Meter noch voll durchziehen will. Es ist nämlich wirklich eine Top-Zeit drinnen. Schließlich erreichte ich nach 24:22 min. bei unglaublicher Stimmung das Ziel am Filzalmsee. Erst als der Sprecher mich als Siegerin im Ziel begrüßte, konnte ich es glauben, dass ich diesen Hillclimb wirklich gewonnen habe. Echt ungalublich!

Das Training mit Rene und Caro von Sportscare scheint Früchte zu tragen! :-)

3. Platz beim Kaunertaler Gletscherkaiser

Um 5 Uhr klingelte heute bereits mein Wecker. Beim Blick aus dem Fenster war sofort klar, dass dieser Sonntag im Juni wettertechnisch ein Traumtag werden wird. Ich mache mich um 6 Uhr auf zum Kaunertaler Gletscherkaiser.

Dieser Klassiker bildet den Auftakt der Radsporttage im Tiroler Oberland. Gemeinsam mit dem Dreiländergiro in Nauders zählt der Kaunertaler Gletscherkaiser zur Cupwertung dieser Radsportwoche.

Die 51 Kilometer lange Strecke hat es ordentlich in sich. Mit ihren 2150 Höhenmetern ist dieser Anstieg wohl einer der anspruchvollsten im gesamten Alpenraum. Nachdem es zu Beginn neutralisiert talauswärts geht, gibt es gleich nach der Freigabe des Rennens eine gemeine Rampe zu bewältigen. Nach einer kurzen Abfahrt folgen ziemlich unrhythmische Kilometer bevor es die letzten 1000 Höhenmeter gleichmäßiger hinauf zur Gletscherstation geht.

Schon beim Aufwärmen hinauf zum Stausee merkte ich, dass meine Beine bereit für diese Herausforderung sind. Neben dem starken Damenfeld mit Daniela Pintarelli und Laila Orenos ließ zusätzlich noch die traumhafte Bergkulisse meine Motivation um ein vielfaches ansteigen. 

Um 10 Uhr fiel dann endlich der Startschuss. Entspannt rollte ich direkt hinter dem Führungsfahrzeug hinaus nach Prutz. Daniela setzte sich gleich am ersten Anstieg auf nimmer wiedersehen ab, während ich gemeinsam mit Laila Richtung Gletscher „radelte“. Ich fühlte mich hervorragend, wir kamen zügig voran ohne voll ans Limit zu gehen. Auch nach dem Flachstück am Stausee konnte ich gleich wieder einen guten Rhythmus finden. Ungefähr bei Kilometer 43 bekam ich dann nach einem weiteren kurzen Flachstück Probleme und musste Laila ziehen lassen. Die Lücke zwischen Laila und mir wurde aber nur langsam größer. Mein Druck aufs Pedal war nach wie vor ganz gut, beim Blick auf die Uhr sah ich, dass ich gut in der Zeit lag und konnte mich somit meine Motivation bezüglich persönliche Bestzeit hochhalten. Die letzten 200 Höhenmeter waren dann aber richtig hart. Die Stimmen von Othmar Peer und Martin Böckle im Zielgelände waren bereits zu hören, aber der Anstieg will und will nicht enden. Augen zu und durch war die Devise!

Nach 02:23:49 Std. erreichte ich mit persönlicher Bestzeit hinter Daniela Pintarelli und Laila Orenos als 3. Dame das Ziel am Kaunertaler Gletscher.

Gemeinsam mit Martina und Josef konnte ich bei sommerlichen Temperaturen die Siegerehrung und die malerische Landschaft der Gletscherwelt so richtig genießen. 

Reifenpanne beim Super Giro Dolomiti - DNF

Foto: Markus Vogelsberger

Die Vorfreude auf den Super Giro Dolomiti in Lienz war riesig. Mit seinen 232 Kilometern und 5200 Höhenmetern ist er der schwierigste Radmarathon der Saison. Extrem steile Anstiege und sehr technische Abfahrten machen diesen Marathon zur ultimativen Herausforderung sehr früh in der Saison.

Rund 400 Starter/innen wurden bei sommerlichen Bedingungen bereits um 06:30 Uhr auf die Strecke geschickt. Gailbergsattel, Plöckenpass, Lanzenpass, Nassfeld und zum Schluss das Lesachtal warten auf uns.

Schon im Flachstück zu Beginn merkte ich, dass ich bereit bin für diesen Super-Sonntag. Gemeinsam mit Agnes Kittel ging es über den Gailbergsattel und hinein in den Plöckenpass. Während ich meine Trinkflaschen tauschte, konnte sich Agnes im oberen Teil des Plöckenpass etwas absetzen und als erste in die Abfahrt gehen. Ich lies mich nicht aus der Ruhe bringen und vertraute darauf sie in der Abfahrt wieder einzuholen. Nach wenigen Kilometern sah ich sie dann auch schon wieder vor mir und konnte schließlich wieder aufschließen. Im nächsten Streckenabschnitt gilt es die steilsten Rampen zu bezwingen. Ich konzentrierte mich voll auf mich und konnte mich auch ein wenig von meiner Verfolgerin absetzen. Nach einem kurzen Flachstück schlossen Agnes und ihr Begleiter wieder auf und konnten bis auf den Lanzenpass einen Vorsprung von ungefähr einer Minute auf mich herausfahren. Es dauerte aber nicht lange und ich überholte die beiden erneut in der Abfahrt. Ich hatte in den Abfahrten ein richtig gutes Gefühl und konnte so die schwierige Abfahrt vom Lanzenpass ohne Probleme überwinden. Zumindest bis mich ein lautes „PPPFFFFFF!!!!!!!“ aus meinem Flow riss. Eine Reifenpanne, dass darf doch nicht wahr sein! Beim Blick auf den Reifen musste ich feststellen, dass ich einen ziemlich großen Riss im Schlauchreifen habe. Nach einer halben Minute kam dann auch schon Agnes herangerauscht. Ihr Begleiter blieb stehen, um mir zu helfen. Aber leider vergebens. Das Loch war zu groß um es mit dem Dynaplug zu reparieren. Nach ein paar Minuten kam dann auch noch Josef und blieb ebenfalls stehen. Noch eine Dynaplug-Ladung ins Loch aber die Luft pfeift wieder aus dem Reifen. Nachdem dann auch noch ein ungarischer Fahrer sein Glück vergebens versuchte mein Rad wieder ins laufen zu bekommen, sind nun schon einige Minuten vergangen und somit musste ich mich wohl damit abfinden, dass ich heute das erste Mal den Besenwagen von innen sehen werde. Somit war der Super Giro Dolomiti 2017 nach knapp vier Stunden Fahrzeit für mich zu Ende.

Natürlich ist es bitter als Führende das Rennen vorzeitig beenden zu müssen. Mein Ärger über den Defekt war aber recht schnell wieder verflogen. Wie das möglich ist? - Ganz einfach!

Wenn innerhalb weniger Minuten hilfsbereite Mitstreiter stehenbleiben (darunter auch der Begleiter meiner direkten Konkurrentin!) und mit vollen Einsatz versuchen meine Panne zu beheben, sieht man ganz deutlich, dass der Kampf um den Sieg die ganze Sache zwar spannend macht aber das Erlebnis an sich absolut im Vordergrund steht. Habe mich riesig über eure Hilfsbereitschaft gefreut! - Vielen Dank!

Auch wenn ich es nicht zu allen Verpflegungsstellen geschafft habe, möchte ich mich beim Team Corratec, Martina und Kathrin für die Betreuung auf der Strecke bedanken. Nächstes Mal komme ich dann bei euch allen wieder vorbei!

Persönliche Bestzeit im Eiskanal - 1.Platz AK

Foto: Markus Vogelsberger

Ein Bergzeitfahren der etwas anderen Art fand auch heuer wieder im Eiskanal von Igls statt.

1,1 Kilometer und 130 Höhenmeter galt es in der Bobbahn von Igls zu bewältigen. Das kürzeste aber für mich wohl intensivste Rennen der Saison.

Das Wetter war optimal für diese außergewöhnliche Herausforderung. Nur auf der ersten Gerade nach dem Start und in dem Abschnitt nach dem Kreisel musste ich mit Gegenwind kämpfen.

Nach einer langen Aufwärmphase von über einer Stunde fühlte ich mich bereit für die knackige Strecke und konnte meine persönliche Bestzeit um 9 Sekunden unterbieten. Nach 03:49 Minuten durfte ich mich über den Klassensieg freuen.

 

AK-Sieg beim Glocknerkönig

Das erste Highlight der Rennsaison bildete am ersten Sonntag im Juni der Glocknerkönig. 2500 Starter/innen stellten sich der Herausforderung und nahmen die 27,5 Kilometer lange Strecke mit 1650 Höhenmetern in Angriff. Wie immer schon am Start Gänsehautgarantie!

Beim Blick in die Startliste war eines sofort klar. Mit der Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin Christina Rausch ist eine absolute Rakete am Start, die wohl schwer zu schlagen sein wird. Dennoch war ich voll motiviert meine bereits sehr gute Form unter Beweis zu stellen.

Mein primäres Ziel für dieses Rennen war meine Leistung von Anfang bis Ende gleichmäßig durchzuziehen. Wie jedes Jahr rollte ich sehr entspannt und stressfrei in den vorderen Reihen nach Fusch a. d. Glocknerstraße. Gerade auf den ersten Kilometern bis zur Maut wollte ich nicht ganz so rasant beginnen wie die letzten Jahre. Christina schlug, wie erwartet, gleich ein hohes Tempo an. So hoch, dass es für mich nicht mal zur Überlegung kam, ob ich dranbleiben soll. Ich ließ mich aber nicht irritieren und fokussierte mich auf mein persönliches Ziel für heute. Immer wieder nahm ich ein wenig Druck raus, um mir eventuell Körner für die letzten Kilometer zu sparen. Die Uhr bei der Mautstation zeigt dann gut 30 Minuten an. Perfekt, alles im grünen Bereich!

Nun heißt es wieder einen guten Rhythmus finden und meinem Plan treu bleiben. Es läuft hervorragend! Jetzt noch die steile Rampe bei Kilometer 22 überwinden und dann kann die Schlussphase kommen. Und siehe da, meine Taktik scheint aufzugehen. Ich konnte auf den letzten vier Kilometern mein Tempo noch etwas erhöhen und erreichte nach 01:36:48 Std. als erste Dame meiner Altersklasse das Ziel am Fuschertörl.

In der Damen-Gesamtwertung belegte ich hinter einer überragenden Christina Rausch (01:27:29 Std.) den 2. Platz.

Irgendwie hat sich das Rennen in den ersten zwei Drittel ungewohnt angefühlt. So, als ob ich die Handbremse angezogen hätte. Ist aber dann doch ziemlich cool, wenn man auf den letzten Kilometer noch Gasgeben kann. Also, Ziel erreicht und voll zufrieden!

Sieg beim Amade Radmarathon

Bei traumhaften Bedingungen fand dieses Jahr der Amade Radmarathon in Radstadt statt. Um 07:30 Uhr wurden wir auf die 146 Kilometer lange Strecke geschickt. 2200 Höhenmeter waren zu bewältigen. Meinen Plan, den ersten Anstieg voll zu fahren, konnte ich gut umsetzen. Schließlich wollte ich für die anschleißenden eher flachen Kilometer eine gute Ausgangsposition haben. In der zweiten Steigung konnte ich nach eher verhaltenen Anfangsmetern einen super Rhythmus finden und mich einer Gruppe von ca. 20 Fahrern anschließen.

Ich blickte mich kurz um, ob sich da nicht doch noch wo eine Dame „dazwischengeschwindelt“ hat. Nein, niemand zu sehen. – Ab geht die Post!

Es wurde ganz gut zusammengearbeitet und Tempo gemacht. Nach der Streckenteilung reduzierte sich die Gruppe auf acht Fahrer. Wir harmonierten hervorragend und verschenkten keine Sekunde. Das hat richtig Spaß gemacht! - Danke Jungs!

Erst in Bischofshofen, kurz vor dem Schlussanstieg, wurden wir von ein paar Fahrern eingeholt. Aber auch hier war keine Konkurrentin dabei. Die letzte Steigung lief für mich wieder bestens, die Zusammenarbeit mit den meinen Mitstreitern funktionierte nach wie vor einwandfrei und so rasten wir mit ordentlichen Druck am Pedal dem Ziel in Radstadt entgegen. Nach 04:10:41 Stunden erreichte ich als erste Dame das Ziel und darf mich über den ersten Saisonsieg freuen.

Zwei 2. Plätze zum Saisonauftakt

Endlich geht’s los!

Mit einem Bergsprint und einem Radmarathon in Imst ging es heuer fast ein Monat später als die letzten Jahre in die Rennsaison. Dementsprechend groß war meine Vorfreude auf diese Rennen.

Beim 1. Imster Kurbelsprintrennen auf den Imsterberg waren kurze aber knackige 1,6 Kilometer und 150 Höhenmeter zu bezwingen. Ein perfekter Wettkampf um den Körper auf Rennmodus einzustellen.

Viel gibt es zum Rennverlauf nicht zu sagen. 06:24 Minuten auf Anschlag ist wohl die treffendste Zusammenfassung dieses Unterfangens. Gut anfühlen wird sich so etwas wahrscheinlich nie! Am Ende wurde es Platz 2 hinter Daniela Pintarelli.

100 Kilometer und 1400 Höhenmeter standen am Sonntag beim 2. Imster Radmarathon am Programm. Nach einer kurzen neutralisierten Phase schlug Daniela Pintarelli gleich ein Höllentempo an. Am Anstieg zum Holzleitensattel konnte ich das hohe Tempo nicht halten und musste reißen lassen. In Mieming bildete sich eine riesige Gruppe, die bis nach Telfs nicht wirklich an zügigem Tempo interessiert war. Erst im Inntal rollten wir dann richtig schnell Richtung Area 47. Es folgten mehrere giftige Rampen mit kurzen Zwischenabfahrten. AUA, das tat richtig weh! Gleich zu Beginn des Anstiegs auf die Ötztaler Höhe merkte ich, dass ich mit jedem Meter besser in Schwung komme und konnte somit die Gruppe halten. Es kam sogar kurz ein wenig Wehmut auf, dass das Rennen schon dem Ende zu geht. Jetzt, wo es doch gerade so gut läuft.

Nachdem wir die schnelle Abfahrt durch das Pitztal gut hinter uns gebracht hatten, folgte eine Ehrenrunde durch und um Imst bis ich schließlich gemeinsam mit ca. 15 Fahrern im Ziel eintraf. Mit einer Zeit von 02:56:22 Std. konnte ich, erneut hinter Daniela Pintarelli, den 2. Platz einfahren.

Ich kann auf ein sehr zufriedenstellendes Wochenende zurückblicken und freue mich riesig auf die nächsten Rennen. Jetzt geht’s Schlag auf Schlag!

Später Start in die Rennsaison 2017

Die Vorbereitung in den Wintermonaten ist hervorragend verlaufen. Durch die Zusammenarbeit mit Caroline und Rene von Sportscare konnte ich mit dem Indoor-Höhentraining wieder neue Reize setzen. Intensive Einheiten im Höhensimulationsraum und das Grundlagentraining auf Touren- und Langlaufskiern sollen die Basis für die Rennsaison bilden.

Aufgrund des Wintereinbruchs Ende April musste der Vita Club Radmarathon abgesagt werden. Schade, ich hatte mich schon richtig auf die erste Formüberprüfung gefreut. 

Anfang Mai konnte ich der Schlechtwetterperiode in der Heimat entfliehen und verbrachte gemeinsam mit Martin ein paar wertvolle Trainingstage in Kroatien. Neben zahlreichen Kilometer am Rad, hieß es natürlich auch Sonne tanken und genießen. 

Nun heißt es noch zwei Wochen warten bis es dann endlich am 20. Mai mit dem Imster Bergsprint in die neue Rennsaison geht.

 

Während sich mein Saisonstart verschoben hat, war ein Teil des Team bereits sehr erfolgreich beim Neusiedlersee Radmarathon im Einsatz. Rennbericht von Josef

"Ötztaler Radmarathon 9+1"

Vorträge in Schöder/Stmk. und in Reith bei Kitzbühel

Es freut mich die ersten Vortragstermine über mein Projekt "Ötztaler Radmarathon 9+1" bekanntgeben zu können. 

Aufgrund der einzigartigen Eindrücke und der positiven Resonanz werde ich am Fr. 27.01.2017 in der Mehrzweckhalle in Schöder und am Fr. 03.02.2017 im Kulturhaus in Reith bei Kitzbühel über meine körperliche und mentale Vorbereitung auf diese Herausforderung erzählen und über die erfolgreiche Umsetzung berichten. Beginn: 19:30 Uhr

Ich freue mich euch bei einem der beiden Vorträge begrüßen zu dürfen! 

Vortrag Ausschreibung Reith.pdf
PDF-Dokument [6.1 MB]

2016 - Ich sag einfach nur DANKE!

Wenn ich auf das Jahr 2016 zurückblicke macht sich Gänsehaut breit. Es sollte das Jahr der ganz großen Ziele werden. Neben den selbst auferlegten sportlichen Herausforderungen, kam noch eine viel schwierige Aufgabe dazu. Durch die Krebserkrankung meiner Mutter musste ich nicht nur auf ihre hervorragende Betreuung bei den Rennen vor Ort verzichten, sondern auch meine Vorbereitung dementsprechend anpassen.

Mein primäres Ziel war es für meine Mutter da zu sein und mich ohne Druck auf meine Projekte vorzubereiten. Ihre positive Einstellung und das Wissen, dass sie hundertprozentig hinter mir steht, ließen mich keinen Augenblick daran zweifeln, dass ich nicht auch in dieser Situation mein Projekt ’’Ötztaler Radmarathon 9+1“ erfolgreich verwirklichen kann.

Vielen Dank an meine Schwester Viktoria und an die ganze Familie die uns in dieser intensiven Zeit zu Hause unterstützt hat und an alle die mich bei den verschiedenen Rennen und ganz besonders die 10 Tage im Ötztal unterstützt haben. Ich bin unendlich stolz auf den Zusammenhalt meiner Familie und Freunde.

 

Ein ganz großes Dankeschön gilt auch dem kompletten Team von BikeZeit by Stephan Mattersberger und meinen Sponsoren. Ohne diese tolle Unterstützung wären diese Erfolge und die Umsetzung dieser Projekte nicht möglich!

 

Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017!

Ötztaler Radmarathon 9+1

10 Tage - 2380 Kilometer - 55.000 Höhenmeter

Im "Flow" über alle Berge!

Seit der einzigartigen Zieldurchfahrt beim Ötztaler Radmarathon sind nun einige Tage vergangen Ich habe aber immer noch nicht ganz realisiert was ich gemeinsam mit meinem Team geschafft habe.

Bevor ich unser „Ferienlager im Ötztal mit täglichen Ausflug nach Südtirol“ noch mal Revue passieren lasse, möchte ich mich als erstes bei meiner Mutter bedanken. Seit meiner Kindheit hat sie mir uneingeschränkt die Möglichkeit gegeben meine Träume und Ziele zu verfolgen. Egal ob bei meiner Berufsausbildung oder im Sport, auf ihre Unterstützung konnte ich immer zählen. Obwohl sie bei diesem Projekt nicht persönlich dabei sein konnte, war ihre positive Energie für mich deutlich zu spüren und bei den täglichen Telefonaten konnte ich noch mal auf den vergangenen Tag zurückblicken. Danke für alles Mama!

Auch bei meinem Freund Martin möchte ich mich besonders für sein Verständnis und die tolle Unterstützung auf allen Ebenen bedanken. Es macht mich unglaublich stolz wie souverän und gelassen er die Betreuung meiner Projekte gemeistert hat. Die gemeinsame Zieldurchfahrt beim Ötztaler Radmarathon in Sölden war für mich der krönende Abschluss dieser Tage.

Solche Ziele kann man aber nur erreichen, wenn man ein geniales Team hinter sich hat. Ich kann nur sagen, dass ich wohl das beste Team überhaupt mit auf mein Abenteuer genommen habe. Die unbändige Motivation der Team-Mitglieder dieses Vorhaben erfolgreich zu beenden, ließ bei mir nicht einmal den Gedanken aufkommen, dass ich es nicht schaffen könnte. Ich bin euch allen unendlich dankbar!

Vielen Dank auch an alle die mich auf der Strecke begleitet oder angefeuert haben, die über das Internet mitgefiebert und die Daumen gedrückt haben, es war enorm wie mich das gepusht hat.

Last but not least möchte ich mich noch bei meinen Sponsoren für das Vertrauen bedanken, ohne diese Unterstützung wäre so ein Mega-Projekt nicht umzusetzen.

Photo Credit Peter Lintner

Nachdem die letzten Tage vor dem Start sehr intensiv in Sachen Vorbereitung waren, konnte ich es kaum erwarten bis es endlich los ging. Donnerstag am frühen Nachmittag bezogen wir unser Ferienhaus Peater’s Hoamat – Hotel Castello Falkner und bereiteten den ersten Tag vor. Das Kribbeln war bei allen Beteiligten deutlich zu spüren und die Anspannung kaum noch auszuhalten. Seit meiner Ankunft in Sölden war mein Fokus voll auf mein Vorhaben gerichtet. Mein Ziel lautete nicht 10 Tage in Folge den Ötztaler Radmarathon zu finishen, sondern jeden Tag die Runde des Ötztalers zu fahren und das über zehn Tage lang. Ich wollte einfach jeden Tag für sich genießen und auf keinen Fall zu weit nach vorne denken. 

Photo Credit Peter Lintner

Schon am ersten und zweiten Tag stellte sich heraus, dass meine Zeitvorgabe von 10-12 Stunden pro Runde ganz gut passen müsste. Das Team war mittlerweile perfekt eingespielt, die Übergabe an die Betreuer des nächsten Tages funktioniert reibungslos. Ich merkte wie sich meine Anspannung löste und hatte vollstes Vertrauen an meine Bande. Ich spulte Tag für Tag meine Runde ab und rechnete nun eigentlich schon mit einem schlechten Tag. Runde 6 - immer noch keine Spur von einem Einbruch. Unglaublich, wie gut es läuft. Täglich nach der Zielankunft in Sölden hatte die Crew schon meinen Regenerations-Shake und ein Jause vorbereitet. Mein Fußbad stand schon zur Abkühlung bereit und im Wellnessbereich konnte ich perfekt abschalten. Das Abendessen im Restaurant Corso sorgte für die nötige Energiezufuhr und die Massage als Tagesabschluss machte mich wieder fit für die nächste Schleife. Die relativ kurze Regenerationszeit am Abend war perfekt geplant und konnte zu 100% genutzt werden. 

Nach dem 8. Tag war ich mir ziemlich sicher, dass der konditionelle Einbruch nicht mehr kommen wird. Die mentale Anspannung wurde die letzten Tage aber wieder deutlich stärker. Schließlich mussten wir die letzten Tage auch die Erfahrung machen, wie schnell ein Unfall passieren kann und alles vorbei sein kann. Die Sache mit meiner Achillessehne brachte mich zwar nicht sonderlich aus der Ruhe, aber wissen kann man es auch nie wie sich das bei dieser außergewöhnlichen Belastung entwickelt. Tag 9 – die Anspannung war enorm! Meine Bitte an das Team war, dass mich unbedingt Evelyn oder Christoph, sie sind beide Physiotherapeuten, mit auf die Strecke gehen. Nur um auf Nummer sicher zu gehen, falls meine Achillessehne Probleme macht. Richtung Brenner stand dann schon die erste Behandlung durch Evelyn an. Die Spannung löste sich aber schnell wieder und ich konnte nach ein paar Minuten wieder weiter fahren. Nach einer kurzen Behandlung am Brenner, Jaufenpass und in Schönau habe ich auch meinen schwierigsten Tag noch gut hinter mich gebracht. – Die Vorfreude auf das Finale war riesig!

Gemeinsam mit 4300 Radsportbegeisterten ging ich auf meine 10. Runde.

Unglaublich, dieses Gefühl! Ich wollte auch die letzten Kilometer ohne Zeitdruck absolvieren und konnte das einzigartige Flair des Ötztaler Radmarathons richtig genießen.

Problemlos und mit „Dauer-Gänsehaut“ wurde dieser Sonntag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im Ziel wartete schon das gesamte Team und hunderte Zusehen auf meine Ankunft. Martin Böckle und das Moderatorenteam sorgte für Mega-Stimmung und bereitete mir einen genialen Empfang.

Vielen Dank an alle die dieses Projekt unterstützt haben und es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Tag 10/10 - Das Finale - Bericht von Martin

Puuh, schon wieder klingelt der Wecker um 5 Uhr, aber heute zum letzten mal. Unser Basecamp hat sich mittlerweile komplett gefüllt und alle laufen nervös durch die Gänge. Zum Glück muss ich schon früh am Start sein, denn das ist ja kaum auszuhalten wie nervös die alle sind. Nadja wirkt auch am 10 Tag noch voll fokusiert und freut sich glaub ich auf diese letzte Runde mit so vielen Gleichgesinnten. Im 2. Startblock bekomme ich mit, dass Nadja und einige vom Team auch schon zum Start gekommen sind.

Dann um 06:45 Uhr geht’s endlich los. Mit einer Monstergeschwindigkeit rase ich Richtung Ötz um so schnell wie möglich auf Nadja aufzuschließen. Noch vor Längenfeld sehe ich sie schon im Schneckentempo dahinrollen. Nachdem uns gefühlte 4000 Radfahrer/innen überholt hatten ging es in den ersten Anstieg. Ohne Probleme meisterten wir diese Hürde, die Achillessehne scheint zu halten. Gott sei Dank. Von Innsbruck auf den Brenner zogen uns die Burschen vom BikeZeit-Express. Die Stimmung war hervorragend. Bei der Labestation am Brenner, welche von unserem Hausherrn Josef Falkner betreut wurde, stärkten wir uns noch mal kräftig, denn jetzt kommt der Lieblingsabschnitt von Nadja. Schon auf den ersten Kilometern merkte ich, dass sie auch heute keine Schwächen zeigen wird. Es war genial wie wir den Jaufen und auch das Timmelsjoch raufflogen. Es motivierte mich unglaublich wie sie das macht, immer wieder die aufbauenden Worte von ihr zu hören, einfach einmalig. Oben angekommen, merkte ich dann schon, dass es ihr die Tränen in die Augen drückte. Wir brauchten aber noch 100%ige Konzentration für die Abfahrt. Dann die Zieleinfahrt! Das ganze Team und hunderte Zuseher warteten auf uns. Ich kann es kaum glauben, dass Nadja die 10 Runden geschafft hat und war überglücklich mit ihr gemeinsam meinen ersten Ötztaler Radmarathon gefinisht zu haben. Auch heute wieder mit einer Zeit von 10:33 Std. und das Beste, ich war noch 2 Minuten schneller als sie – YESSS!!!!

Bei einem ausgiebigen Abendessen im Restaurant Corso war die Erleichterung bei allen beteiligten deitlich zu spüren.  

Tag 9/10 Bericht von Martin Curly, Evelyn und Chrie

Das ganze Team ist mittlerweile so eingespielt, dass wir heute schon um 06:07 Uhr gestartet sind. Es dauerte einige Kilometer, bis Nadjas Gelenke und Muskeln wieder auf Betriebstemperatur waren. Das Kühtai wurde wieder in einem zügigen Tempo erklommen. In Innsbruck wurden wir erstmals auf das erhöhte Verkehrsaufkommen aufmerksam. (1. Stau) Nur langsam kamen wir voran. Die ersten zwei Drittel des Brenners verliefen sorglos, aber dann machte sich die Achillessehne bemerkbar. Nach kurzer, intensiver Behandlung durch Eveline konnte das Abenteuer fortgesetzt werden und der Brenner konnte mit zusammengebissenen Zähnen hinter uns gebracht werden. Am Brenner war eine längere Pause notwendig. Mit Eis und Zippis Wunderhänden konnte die Wade und die Sehne wieder auf Vordermann gebracht werden. Zusätzlich wechselte Nadja das Rad, weil sie eine leichtere Übersetzung haben wollte. Leider konnte die Abfahrt nicht zügig absolviert werden, da uns der Kolonnenverkehr das Leben schwer machte. Mit Zeitverzögerung von ca. einer Stunde konnten wir dann den Aufstieg zum Jaufen in Angriff nehmen. Bald schon fand Nadja wieder ihren gleichmässigen Tritt und so konnte auch eine Überlastung der Problemzonen vermieden werden. Auf der Passhöhe erwarteten uns schon Ralph, Franz und Chrie, die bereits einen Apfelstrudel für den Magen und Eis für die Wade besorgt hatten. Franz trafen wir zufällig am Jaufenpass und er begleitete Nadja bis auf das Timmelsjoch. Wir waren sehr froh über seine Unterstützung, da sich so Martin und Eveline ein bisschen ausruhen konnten. Wir waren heute so spät dran, dass es am Timmelsjoch rauf schon schattige Stellen hatte. Dadurch war es nicht so heiss. Die letzte Abfahrt brachten wir zügig hinter uns. Nach einer Zeit von 11:53 Std. wurde Nadja von der ganzen Bande mit lautem Jubel im Ziel empfangen. Wir freuen und schon auf das morgige Finale.

Tag 8/10 - Sie fährt und fährt und fährt - Bericht von Susi

„Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich kann nur sagen – es läuft. Und wie!

Frühstück mit Nutellabrot, Tee, Müsli. Anziehen, los geht’s. Wir werden immer schneller,

heute starten wir bereits 5 min früher. Nadja und 4 Edelhelfer. Ab geht’s nach Ötz.

Bei unserem ersten Stop in Ötz – lehne ich verschlafen am Auto, als ein junger Mann mit

seinem Auto neben mir hält. Begeistert fragt er mich, ob er grad an Nadja vorbeigefahren ist.

Er kommt aus Sölden und hat sie jetzt jeden Morgen auf seinem Weg zur Arbeit gesehen und findet ihre Leistung Wahnsinn!

Schon krass, dass mittlerweile so viele fremde Nadja auf der ganzen Strecke anfeuern und

auch anhalten für einen kleinen Plausch mit unserer Heldin oder sogar um ein Autogramm

bitten.

Nach wenigen Höhenmetern am Kühtai merken wir – Nadja ist wieder on Fire. Und das bemerkenswerte ist – Nadja hat wirklich immer noch Spaß dabei. Die Pässe werden abgeradelt wie nix. Nadja fährt und fährt und fährt. Der Motor läuft da ruckelt nichts. Der einzige der etwas lahmt ist, ist das Begleitfahrzeug. Flott geht da nichts, deshalb fahre ich gemütlich und beeile mich mit der Verpflegung, denn viel Vorsprung ist nicht drin.

Roadcaptain Christoph macht die Pace. Vor allem Downhill wird nicht getrödelt.

Am Jaufenpass  - wie jeden Tag – werden wir mit „Servus, da seid ihr ja wieder“ begrüßt und der komplette Vorrat an Apfelstrudel wird aufgefuttert, um den letzten „Riegel“ (steirisch für Berg) des Tages bei fast tropischen Temperaturen zu beradeln. Auch Joseph kann heute nicht still halten und fährt die letzten Kehren wieder einmal mit.

Am Gipfel werden Nadja und ihr Radteam mit Laola begrüßt und dann wieder Vollgas, aber sicher runter und hurrahhh alle kommen gesund und fröhlich im Ziel an.

Wieder eine Runde geschafft. Großartig – nur noch 2. Voll im Flow! Viel Glück für morgen!

Ich bin mir sicher du rockst das Ding!!!!!!!!!!!!

Tag 7/10 - Bericht von den beiden "Gecrashten" 

Abfahrt heute wieder um 06:15h mit Nadja, Christoph, Josef und Martin. Heute wieder von Beginn an eine hochmotivierte und von den Strapazen kaum geplagte Nadja vorne weg.

Bis Kühtai lief bei wieder perfektem Wetter alles problemlos. Bei der Abfahrt vom Kühtai hatten Nadja und Josef einen Top-Speed von 103 kmh; Christoph war vorne weg. (diesmal können wir keine Rücksicht mehr auf die Familie zu Hause nehmen. Sorry.)

Auf Höhe Auffahrt zum Brenner haben wir das demolierte Rad von Othmar an ihn übergeben. Konni war wieder ab Brenner an unserer Seite. Vielen Dank für seinen 6. Einsatz!

Es schien nun so, dass wir ohne Probleme oder Zwischenfälle zurück nach Sölden kommen würden. Aber dann…. Passierte leider doch noch etwas.

Bei der Auffahrt Timmelsjoch: Die zwei bereits in Sölden gestarteten Fahrer Martin und Josef hatten bei geschätzten, rasanten 7 kmh einen sensationellen Crash. Beide gingen zu Boden. Nach notdürftiger Reparatur der Räder und tatkräftiger Unterstützung von Evelyn konnten beide bis ins Ziel nach Sölden zurück fahren. Die blutenden Wunden wurden natürlich nicht beachtet. Nadja hat sich von all den Störversuchen zum Glück nicht aus der Spur bringen lassen und ist ihr Tempo unbeeindruckt weitergefahren.

Nach 10 Stunden und 37 Minuten hat Nadja auch heute wieder ihre Runde großartig gefinisht. Das war der siebte Streich; der Achte folgt morgen zugleich!

Tag 6/10 - Bericht vom Murtal-Express

6:15 Uhr Start mit Christoph und Carina bei wieder herrlichem Wetter. Bei absoluter Windstille kommen wir gut voran. Nach ca 15 km die erste richtig knappe Aktion. Ein Auto macht vor einer Ampel, die am Vortag noch nicht da war, eine Vollbremsung. Christoph kann einen Auffahrunfall gerade noch verhindern. Leider war das erst der Beginn eines äußerst turbulenten Tages (dazu später).

Zu Beginn waren heute bei Nadja die Beine noch etwas problematisch, es sollte sich jedoch zeigen, dass sie nur eine kurze Anlaufzeit brauchten. Auf das Kühtai war davon nichts mehr zu merken.

Die Abfahrt war zügig und toll mit einem Geschwindigkeitsrekord (den wir aus Rücksicht auf unsere Familie nicht nennen).

Auf den Brenner waren wir auch heute wieder eine 8 Mann starke Gruppe. Es ist ein Wahnsinn welche Dynamik sich mittlerweile gebildet hat. Auf der Strecke jubeln vereinzelt unbekannte zu, auf den Pässen warten Radfahrer auf Nadja, und wollen sehen wie´s ihr geht… es ist super. Und so war auch heute der Brenner wieder ein Pass „eher zum Ausruhen“.

Am Brenner wird wieder gewechselt, Christoph ins Auto – Martin und Evelyn (nach 40minütiger Starthilfe bei Carinas Auto) aufs Rad. Und los geht´s in Richtung Jaufen.

Am Jaufenpass hat die Sonne schon richtig eingeheizt. Voller Elan starten wir zu siebent in den Anstieg. Dann nach ungefähr 10km der Schreckmoment: ein Auto kracht in einer Kurve von hinten in unsere Gruppe. Othmar (unser Schlussmann) bleibt verletzt am Boden liegen. Nach Abriegelung der Unfallstelle, Alarmierung der Rettungskräfte und der Aufforderung von Othmar „foahrts weiter“, wurde der Jaufenpass erklommen. Da uns der Schrecken immer noch im Nacken saß nahmen wir bei der Abfahrt gehörig Tempo raus. Aber am Fusse des Timmelsjochs fassten wir uns wieder und Nadjas Beine zappelten wie am ersten Tag den Berg hinauf. Glücklich und mit den Gedanken bei Othmar erreichten wir nach 10:33 Std das Ziel!

Das gesamte ÖRM 9+1 Team wünscht Othmar auf diesem Weg gute Besserung und baldige Genesung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tag 5/10 – Erlebnisbericht von Evelyn

Planmäßiger Start 06:15 Uhr bei idealen Bedingungen und einer topfiten und bis in die  Haarspitzen motivierten Nadja, der auch am 5. Tag die Strapazen nicht anzumerken sind.

Einzig das Betreuerteam zeigte Schwächen, als bei der Übergabe des Betreuerautos am Brenner, von Christoph an Evelyn und Martin, darauf vergessen wurde den Autoschlüssel im Auto zu lassen. Zum Glück begann der Schlüssel Mitte des Jaufenpasses in Christophs Trikottasche seinen Rücken wund zu scheuern, wodurch er auf seinen Fehler aufmerksam wurde. Alles halb so schlimm die Wunde wird wieder heilen.

 Konny opferte sich und fuhr die Strecke vom Jaufenpass zum Brenner in Rekordzeit zurück, um den Schlüssel zum Betreuerauto zu bringen.

Inzwischen wurde Carinas  Marschverpflegung verbraucht, und Christoph kaufte beim Alpenhaus am Jaufenpass Apfelstrudel.   

Rekordverdächtig war die 10 Mann starke Gruppe die sich am Brenner bildetet um unsere Nadja zu unterstützen, und so wurde auch die 5. Ötztalrunde bravorös gemeistert.

Im Ziel lachte nicht nur die Sonne vom Himmel, wir alle sind glücklich und stolz auf unsere Nadja! Finisherzeit: 10:28h

Kurzresumee von mir (Christoph): Troootl würde Nadja´s Martin sagen, ich hab dafür all meine Trink- und Essensreserven an Nadja abgegeben. Dafür hab ich auf das Timmelsjoch Blut geschwitzt. Nadja war auch ohne Auto top versorgt und hatte nie das Gefühl, dass die Reserven zu Ende gehen. Irrsinnig ereignisreicher Tag mit den Murtaler Experten.

Tag 4/10 - Bericht von Christoph

Wie immer… erste Tagwache um 3 Uhr Morgens, die Blase will nicht mehr. Gott sei Dank kann ich sonst gut schlafen. Um 5 Uhr ist dann die wirkliche Tagwache mit gemeinsamen Frühstück. Heute hat Christoph ein Bircher-Müsli vorbereitet – Lecker.

Start wieder pünktlich um 6:15 Uhr, heute bei trockenem aber natürlich um diese Uhrzeit kaltem Wetter.

Heute sind mit mir die Abfahrtsspezialisten – Christoph und Martin – am Start,

für mich heißt dass in der Steigung einen Vorsprung herausholen . :-)

Wir kommen zügig bis nach Ötz, auch das Küthai bringe ich zum 4. Mal super hinter mich. Oben eine kurze Jause und schon geht’s mit rasanten 96 km/h wieder runter. Einzige wirkliche Gefahrenquelle sind die Butterhirschen die immer wieder auf der Straße stehen.

Mit super Rückenwind kommen wir heute bis Innsbruck wo uns Konny schon wieder erwartet und auch heute wieder, gemeinsam mit Christoph, die Führungsarbeit bis zum Brenner übernimmt (Danke Konny).

Ich fühle mich auch heute wieder super und mich wundert es, dass die Beine noch nicht müder werden. Mit diesem Gefühl kann ich auch den Jaufenpass ohne Probleme bewältigen. Mein Martin ist heute total super in Form und hat mit Küthai und Jaufenpass heute bereits den 2. Pass mit mir gefahren. In der Abfahrt gab´s dann die erste Panne: ein Platter bei Christoph. Der Schlauchwechsel dauerte aber nicht lange und er konnte uns am Beginn des Timmelsjochs wieder einholen.

Das Timmelsjoch, einer meine Lieblingspässe, war auch heute wieder ein langer Anstieg, der Dank Blödelein und lustigen Diskussionen mit Martin und Christoph schnell vorüber ging.  Auf der Passhöhe quälte uns noch kurz sturmartiger Gegenwind, aber nachdem der 4. Tag schon wieder so toll gelaufen ist, konnte auch das uns nicht mehr stoppen. Und so erreichten wir nach 10 Std. 34 min das Ziel.

Dank der eingelegten Pausen und den Snacks die ich ständig zu mir nehme fühle ich mich auch heute wieder total super aber natürlich müde.

Abendessen mussten wir heute zu Hause (das Restaurant Corso hatte Ruhetag), aber die Nudel mit Sauce von Christoph und der Salat von den heute angereisten Zippis (Martin und Evelyn Zipper) waren nicht nur sättigend sondern auch ein „herzeigbares kulinarisches Kuriosum“.

Jetzt ein paar Worte von mir: Ich bin begeistert von deiner Disziplin und deiner mentalen und physischen Stärke. Am 4. Tag diese Strecke in dieser Gleichmäßigkeit zu bewältigen verlangt, dass man seinen Körper kennt und auf seine Stärke vertraut. Beides ist bei dir der Fall. Ich bin begeistert und freue mich auf die nächsten 6 Tage mit dir. Das wird der Wahnsinn und wir werden das als Team durchziehen.

ALSO: bis Morgen 5 + 1

Tag 3/10 – am Tag als der Regen kam – Bericht von Susi

4 Uhr  - Regentropfen, die an mein Fenster tropfen. Leider hat sich das bis zum

Start um 6:15 Uhr nicht geändert. Tapfer fahren - dick in Regenklamotten eingepackt -

Nadja und ihre Edelhelfer Hansi und Fritz (ehemals Oli) zum dritten mal Richtung Ötz.

Ich habe meinen Joker gezogen und fahre mit Martin zunächst im Begleitfahrzeug.

Am Kühtai wurde Nadja von der Presseabteilung ihres Teams interviewt. Sie sah gut aus

und hat auch das Kühtai zum dritten Mal super gemeistert.

Der Regen wurde zwar weniger, aber auf der Abfahrt war es gruselig kalt.

Vor Innsbruck habe ich mich dann von meinem kuscheligen Pelzschuhen und Martin getrennt, schade eigentlich, denn ich habe ziemlich viele Insider von Nadja erfahren.

In Innsbruck haben dann die beiden Raketen Georg und Konny die Führungsarbeit bis zum Brenner übernommen. Vielen Dank Jungs – das war spitzenmäßig.

Am Brenner hat uns dann leider die Wetterfee mit Starkregen beglückt. Na gut, wieder dick angezogen und Vollgas runter nach Sterzing. Super auch, dass meine angeblich top wasserdichten und von Profis angepriesenen Überschuhe gefühlte 3 Sekunden wasserdicht waren. Da war Nadja natürlich mal wieder schlauer mit ihrer Frischhaltefolie. Auch ein Profi halt. Ab dem Jaufen war dann wettertechnisch alles gut und es wurde dann am Timmelsjoch noch richtig sonnig. Auch an ihrem 3. Tag ist sie den Jaufen in ihrem Rhythmus hochgefahren, wie wenn gestern und vorgestern nichts gewesen wäre. Nadja – der Wahnsinn – du hast meinen allergrößten Respekt und bist eine Maschine.

Dann noch schnell übers Timmelsjoch – gmade Wiesn!

Zeit im Ziel 10:58 Uhr – wieder mal eine top Zeit! Nadja du bist meine Heldin! Das war ein

großartiger Tag und ich hatte so viel Spaß mit dir zusammen Rad zu Fahren! Ich bin stolz, dass ich in deinem Team sein darf.

Nadja – hier mein Motivationsspruch für morgen:

„Stärke entspricht nicht physischer Kraft, sondern einem unbeugsamen Willen“(Mahatma Gandhi). Und Nadja – das hast!

Und nur noch 6+1! Cooool!

Tag 2/10 - Bericht von Chrie - die mitleidende Tante

5 Uhr Morgens – fröhlich sprang ich aus dem Bett. Geschlafen hatte ich sowieso nicht (Anmerkung der Redaktion – dann hat wohl jemand anderer geschnarcht).

Nach dem Frühstück ging es noch in der Dämmerung los. Nach meinem Empfinden

hätten wir ruhig später starten können. Mit meinem Mann Ralph machten wir uns auf den Weg Richtung Kühtai. Erst durch die Betreuung von Nadja ist mir bewusst geworden, wie steil und lang dieser erste Pass ist. Als wir sie das erste Mal trafen konnten wir ihr Strahlen schon von weitem sehen und die Begeisterung schwappte auf uns Betreuer über. Bei jedem folgenden Pass war ich fast überwältigt, wie viel Leistung in so einer Runde steckt. Am Brenner hatten wir heute extrem viel Verkehr. - Stau ohne Ende. Wir waren froh, dass Georg auch heute wieder ab Innsbruck die Führungsarbeit übernommen hat. Ich staunte am Jaufenpass, wie schnell uns die Radfahrer wieder bis zum abgemachten Treffpunkt gefolgt waren. Das Timmelsjoch war für mich schier unendlich. Das Wissen, dass Nadja auch noch diesen Berg nach so vielen Kilometern und Höhenmetern bewältigen muss war für mich unbegreiflich. Obwohl es auf der Passhöhe zu regnen begann kam Nadja auch auf dem letzten Pass mit einem Lächeln an. Das machte mich richtig stolz. Ralph und ich waren froh als die Radfahrer (Nadja, Martin und Josef) zwar klatschnass aber voll zufrieden nach 10:06 Std. in Sölden ankamen. 

Tag 1/10 - Bericht von Josef Czernin

Die erste Gruppe (Nadja, Martin, Ludwig, Josef und Martina) hat gestern das Haus in Sölden bezogen. Die Unterkunft im Castello Falkner ist super gemütlich und sehr zentral gelegen.

Heute standen wir um 5 Uhr auf. Um 6.15 Uhr starteten wir bei optimalem aber kaltem Wetter das Projekt Tag eins. Josef und Martin begleiteten Nadja heute die ganze Strecke lang mit dem Rad. Im Laufe der Strecke haben sich immer wieder RadfahrerInnen bei uns eingeklinkt um Nadja zu unterstützen. Die Versorgung von Ludwig und Martina hat perfekt geklappt. Vielen Dank dafür. Am Jaufenpass war das Wetter leider einmal etwas regnerisch. Wir liesen uns dadurch aber nicht entmutigen. Die ganze Strecke konnte ohne irgendwelche Zwischenfälle gefahren werden. Erfreulicherweise war über den Brenner weniger Verkehr als erwartet. Auffahrt Timmelsjoch war jeder auf sich alleine gestellt. Das Live Tracking hat den ganzen Tag super funktioniert. Die Zuhausegebliebenen gaben immer wieder Rückmeldungen und feuerten uns an.

Heute waren wir 9 Stunden und 56 Minuten unterwegs.

Müde aber zufrieden gehen wir ins Restaurant Corso essen und freuen uns schon auf Pizza und Pasta.

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© Nadja Prieling - Radsportlerin aus Leidenschaft